Neuer Anlauf für Waffenruhe in Nadschaf

publiziert: Freitag, 4. Jun 2004 / 22:32 Uhr

Bagdad/Nadschaf - Die Miliz des radikalen Schiiten-Predigers Muktada el Sadr hat einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe in den irakischen Städten Nadschaf und Kufa gemacht.

Das Grabmal des Kalifen Ali, ein wichtiges schiitisches Heiligtum in Nadschaf.
Das Grabmal des Kalifen Ali, ein wichtiges schiitisches Heiligtum in Nadschaf.
Der arabische TV-Sender El Arabija berichtete, die Kämpfer der Mahdi-Armee wollten die beiden Orte, an denen sich wichtige Heiligtümer der Schiiten befinden, am Abend verlassen.

Die US-Truppen erklärten sich ihm Rahmen ihres Waffenstillstands-Abkommens zu einem Teilrückzug bereit. Wie ein US-Armeevertreter mitteilte, sollen die Soldaten aus den sensiblen Gebieten um die schiitischen Heiligtümer abziehen.

Drei Tage nach der Bildung einer Übergangsregierung in Irak haben die Vereinten Nationen als weiteren Schritt zur Demokratisierung Iraks eine unabhängige Kommission für die Vorbereitung freier Wahlen eingesetzt.

Wahl-Gremium ernannt

UNO-Wahlexpertin Carina Perelli ernannte nach wochenlangen Verhandlungen das siebenköpfige Gremium, das die Grundlagen für die im Januar 2005 geplanten Wahlen schaffen soll.

Bei der ersten freien Wahl eines irakischen Übergangsparlaments soll es keine Wahlbezirke geben. Die Wähler können ihre Stimme sowohl einer Persönlichkeit als auch einer Liste geben.

Wie Perelli erklärte, sollen dadurch auch Kandidaten kleinerer Parteien und ethnischer Minderheiten die Chance bekommen, einen der 275 Parlamentssitze zu erobern. Ausserdem soll sichergestellt werden, dass Frauen 25 Prozent der Sitze erhalten.

Irakischer Aussenminister warnt vor Truppenabzug

In der Debatte des UNO-Sicherheitsrats über eine neue Irak-Resolution warnte der neue irakische Aussenminister Hoschiar Sebari vor einem völligen Chaos und der Möglichkeit eines Bürgerkrieges in Irak, sollten die 140 000 US-Soldaten vorzeitig aus seinem Land abziehen.

Dennoch müsse der Einsatz dieser Truppen reguliert werden. Sebari forderte für die Übergangsregierung ein Mitspracherecht bei Militäroperationen. Dies müsse in der neuen UNO-Resolution zum Ausdruck kommen.

(fest/sda)

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