Neun Tote und 45 Verletzte bei Autobombenanschlag in Mossul

publiziert: Samstag, 31. Jan 2004 / 17:55 Uhr

Mossul - Neun Menschen sind bei einem Autobombenanschlag vor einem Polizeiposten im nordirakischen Mossul ums Leben gekommen. Nach Angaben von Spitälern wurden in der Stadt nördlich von Bagdad ausserdem 45 Menschen verletzt.

Das Sterben im Irak geht weiter.
Das Sterben im Irak geht weiter.
Bei den Toten handelte es sich um zwei Polizisten und sechs Zivilpersonen. Ein US-Militärsprecher bestätigte die Explosion eines Fahrzeugs in der Nähe eines Polizeipostens in Mossul.

Irakische Polizisten sind in den vergangenen Monaten verstärkt das Ziel von Anschlägen geworden. Dabei sind nach Angaben des irakischen Innenministeriums mehr als 300 irakische Polizisten getötet worden.

Die USA machen für die Anschläge Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein und Moslem-Extremisten aus dem Ausland verantwortlich.

Südwestlich von Kirkuk kamen drei US-Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag auf ihren Konvoi ums Leben, wie ein US-Sprecher in Bagdad mitteilte. Nähere Angaben zu diesem Überfall liegen nicht vor.

In Baakuba 60 Kilometer nördlich von Bagdad wurde ein Iraker durch eine Explosion in seinem Haus getötet. Nach Angaben der örtlichen Polizei war er vermutlich dabei, eine Bombe herzustellen.

Zuvor war in Bagdad die niederländische Botschaft bei einem Granatenangriff in Brand gesetzt worden. Eine Sprecherin des niederländischen Aussenministeriums sagte, das Gebäude sei mit zwei Granaten beschossen worden. Niemand sei verletzt worden.

(tr/sda)

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