Kaum noch Hoffnung

Neuseeland: Keine Überlebenden mehr gefunden

publiziert: Freitag, 25. Feb 2011 / 20:25 Uhr
Trümmer an der Kathedrale in Christchurch werden nun weggeräumt.
Trümmer an der Kathedrale in Christchurch werden nun weggeräumt.

Christchurch - Die neuseeländische Feuerwehr räumt die Erdbebentrümmer jetzt mit schwerem Gerät und Kränen beiseite. Mit Überlebenden wird drei Tage nach dem schweren Beben in Christchurch eigentliche nicht mehr gerechnet. Mehr als 220 Menschen werden noch vermisst.

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Kräne beseitigten am Freitag die ersten Trümmer an der Kathedrale der verwüsteten Stadt Christchurch. Unter dem eingestürzten Turm wurden bis zu 20 Tote vermutet. Insgesamt wurden seit dem Beben vom Dienstag 113 Leichen geborgen.

Viele der 228 Vermissten dürften unter den noch nicht identifizierten Leichen sein, wie die Polizei in Christchurch mitteilte. Es gab kaum Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. «Wir nähern uns dem Ende der Zeitspanne, in der wir uns noch Hoffnung machen können», sagte dazu der neuseeländische Aussenminister Murray McCully.

600 Rettungskräfte im Einsatz

Bei strömendem Regen durchstreiften die inzwischen 600 einheimischen und ausländischen Rettungskräfte weiter die zerstörten Viertel der Stadt Christchurch und versuchten, Lebenszeichen zu erhaschen.

Nachdem die Suche in den am stärksten betroffenen Vierteln im Zentrum weitgehend abgeschlossen war, nahmen sich die Helfer nun die abgelegeneren Viertel vor, wie Zivilschutzminister John Carter sagte.

Plündern und randalieren

Die letzten der insgesamt 70 geretteten Menschen waren jedoch am Mittwoch unter den Trümmern hervorgezogen worden - schon am Donnerstag wurden keine Lebenszeichen mehr entdeckt. «Wir werden in den kommenden Tagen keine guten Nachrichten bekommen», warnte der Bürgermeister von Christchurch, Bob Parker.

Einige Stadtteile von Christchurch waren auch am Freitag ohne Wasser und Strom. Zahlreiche der teils von den Bewohnern fluchtartig verlassenen Häuser in der 390'000-Einwohner-Stadt wurden ausgeraubt.

Milliardenkosten

Die Polizei zeigte sich schockiert angesichts fortdauernder Plünderungen. Sie beklagte zudem Betrügereien wie gefälschte E-Mails mit Spendenaufrufen sowie verstärkte Randale durch Betrunkene.

Der Wiederaufbau dürfte Milliarden kosten. Der für die Erdbebenkoordination zuständige Minister Gerry Brownlee rechnete mit einer Summe von mehr als zehn Milliarden Neuseeländischen Dollar (6,93 Mrd. Franken). Die Handelskammer in Christchurch ging von fast der dreifachen Summe aus.

(bg/sda)

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