Nobelpreisträger Wüthrich erhält World Future Award

publiziert: Sonntag, 3. Nov 2002 / 11:17 Uhr

Wien - Der Nobelpreisträger für Chemie, der Schweizer Kurt Wüthrich, ist mit dem World Future Award ausgezeichnet worden. Insgesamt erhielten am Samstag in der Wiener Hofburg zwölf Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur ein World Award.

Kurt Wüthrich, Professor für Biophysik an der ETH.
Kurt Wüthrich, Professor für Biophysik an der ETH.
Der Preis sei mehr als nur eine Ermutigung, sagte Wüthrich. Wissenschaftler wüssten oft nicht genau, wohin die Forschung führe und bräuchten Mittel und Verständnis für ihre Arbeit von Seiten der Öffentlichkeit. Der Award wurde ihm vom ehemaligen Staatschef der Sowjetunion und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow überreicht.

Der deutsche Musiker Herbert Grönemeyer erhielt den World Artist Award für sein engagiertes Werk als populärster Künstler Deutschlands. Nach der Verleihung sagte Grönemeyer, er habe sich in erster Linie über die Einladung gefreut und über einen Anlass, mit Gorbatschow zusammenzutreffen. Der Preis selbst sei eine Überraschung, denn man wisse nie, wie man nach aussen wirke.

Der US-Wissenschaftler Craig Venter, der für die Entschlüsselung des Genoms mit dem World Health Award geehrt wurde, ging auf die Sorgen der Menschen in Bezug auf die Gentechnik ein. Der genetische Code trägt dazu bei, aber er macht dich nicht zu dem, was du bist, sagte er.

Der Österreicher Karlheinz Böhm erhielt den World Social Award 2002 für sein Lebenswerk als Gründer der Organisation ´Menschen für Menschen´. Mann des Jahres wurde der Deutsche Rainer Heise, der beim Schuldrama von Erfurt den Amokläufer zur Aufgabe bewogen hatte.

Mehrere Preisträger der World Awards 2002 kamen aus der Welt des Films. Roman Polanski wurde für seine innovativen Visionen als Regisseur und Produzent ausgezeichnet. Für sein Lebenswerk als einer der gefragtesten Bühnen- und Filmschauspieler der Welt erhielt Christopher Lee den World Actor Award for Lifetime Achievement.

(bert/sda)

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