Noch 4 Überlebende nach Fährunglück in Indonesien
publiziert: Montag, 12. Jan 2009 / 14:46 Uhr

Jakarta - Einen Tag nach dem Fährunglück in Indonesien haben Fischer vier Überlebende aus dem Wasser gerettet. Damit wurden bislang 22 Personen geborgen. Mehr als 240 Menschen wurden noch vermisst.

In Indonesien sind Hunderte Fähren zwischen den 17'000 Inseln unterwegs, viele davon alt und in schlechtem Zustand.
In Indonesien sind Hunderte Fähren zwischen den 17'000 Inseln unterwegs, viele davon alt und in schlechtem Zustand.
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Die Behörden hatten jedoch kaum noch Hoffnungen, weitere Passagiere noch lebend zu bergen. Schlechtes Wetter und die raue See behinderten die Suche, sagte Verkehrsminister Jusman Syafii Djamal. Schon am Sonntag, als sich das Unglück ereignete, hatte es in der Gegend stark gestürmt.

Angehörige, die im Hafen von Samarinda bange auf Nachrichten der Suchmannschaften warteten, fragten empört, warum die Fähre trotz schlechten Wetters ausgelaufen sei. Der Wetterdienst habe vor dem Sturm gewarnt, sagte der Verkehrsminister. «Der Kapitän hat aber darauf bestanden, die Reise fortzusetzen.»

Der Kapitän der «Teratai Prima» überlebte das Unglück. Die Fähre sei von meterhohen Wellen hin- und hergeworfen worden, sagte er später im indonesischen Fernsehen. «Ich war ganz allein, was mit den Passagieren passiert ist, weiss ich nicht.»

Im Schlaf überascht

Nach Angaben der Überlebenden wurden die meisten Passagiere im Schlaf überascht. Bevor sie reagieren konnten, habe die 700-Tonnen-Fähre bereits Schlagseite bekommen und sei innert Sekunden gesunken. Die meisten Passagiere konnten nicht schwimmen.

Umhertreibende Bananenstauden retteten zwei Passagieren das Leben. Ein 38-jähriger Familienvater klammerte sich stundenlang an drei Stauden, bevor er von Fischern ins Boot gezogen wurde. Nur der Gedanke an seine Frau und ihre beiden Kinder habe ihn nicht aufgeben lassen, erzählte er der Nachrichtenagentur AFP.

In Indonesien sind Hunderte Fähren zwischen den 17'000 Inseln unterwegs, viele davon alt und in schlechtem Zustand. Im Dezember 2006 war vor East Java eine Fähre mit 638 Menschen an Bord gesunken. 230 überlebten das Unglück.

(smw/sda)

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