Noch keine Entwarnung beim Ingenieur-Nachwuchs

publiziert: Montag, 19. Nov 2007 / 10:20 Uhr

Die Zunahme der Studierenden der Ingenieurwissenschaften an Schweizer universitären Hochschulen und Fachhochschulen flachte sich 2006 bereits wieder ab. Es gibt auch positive Entwicklungen: Neue, gut angenommene Studiengänge an den Fachhochschulen, markant mehr zusätzliche Bachelor-Abschlüsse, erhöhte Präsenz neuer Gruppen von Bildungsausländern und Anstieg der diplomierten Frauen.

An den universitären Hochschulen flachte sich das zarte Wachstum der Studieneintrittszahlen aus dem Jahr 2005 leicht ab, 2006 nahm die Anzahl Eintritte nur noch um 4% zu. An den Fachhochschulen sanken die Eintrittszahlen gar um 3%; einzig der Fachbereich Chemie und Life Sciences verzeichnete mehr Neuimmatrikulationen – dank der neu eingeführten Studiengänge Molecular Life Sciences und Life Science Technologies. Auch die neuen Studiengänge Aviatik und Industrie-Designer im Fachbereich Technik und IT zogen viele neue Studierende an.

Bachelor stärkt Nachwuchs-Pool !?

Die Anzahl Abschlüsse auf Niveau Diplom/Master stagnierte an universitären Hochschulen gegenüber 2005. Nur das Maschineningenieurwesen und die Informatik entliessen markant mehr Absolventen als im Vorjahr. Allerdings wurden rund doppelt so viele Bachelor verliehen wie im Vorjahr, insgesamt ist dadurch die Zahl der Abgänger stark angewachsen. Es bleibt aber offen, ob die Bachelor-Absolventen noch ein Masterstudium anschliessen werden oder ob sie bereits der Wirtschaft zur Verfügung stehen.

Die Fachhochschulen vergaben 9% mehr Diplome als 2005. Dabei stagnierte der Fachbereich Architektur, Bau- und Planungswesen; Technik und IT legte um 8% und Chemie und Life Sciences um 38% zu. Angesichts der stark rückläufigen Studieneintrittszahlen ist in den nächsten Jahren jedoch an beiden Hochschultypen mit einem Rückgang der Absolventenzahlen zu rechnen.

Internationalität steigt – markant mehr Absolventen aus Asien und Afrika

In Zukunft wird dank Bolognareform ein stärkerer Zuzug von Bildungsausländern helfen, die Ingenieur-Lücke zu füllen. Bereits in den letzten Jahren sind die Schweizer Hochschulen zunehmend internationaler geworden: So stieg der Ausländeranteil an den Eintritten an universitären Hochschulen von 21% im Jahr 1997 auf 27% im Jahr 2006, an den Fachhochschulen hat er sich im gleichen Zeitraum von 3% auf 12% sogar vervierfacht. Zudem stammten 18% der Diplomanden universitärer Hochschulen 2006 aus dem Ausland, an den Fachhochschulen 8%. Auch hier machte sich 2006 der positive Einfluss der neuen Studiengänge in Chemie und Life Sciences bemerkbar, die bei Bildungsausländern besonders beliebt waren. Die meisten Bildungsausländer kamen weiterhin aus den Nachbarländern der Schweiz und der übrigen EU. Auffällig war an den universitären Hochschulen der starke Anstieg des Anteils asiatischer und afrikanischer Absolventen an den neuen Abschlusstypen Bachelor und Master.

Frauenanteil an Diplomanden steigt

Im Jahr 2006 stagnierte der Frauenanteil an den Studieneintritten bei den universitären Hochschulen bei 23%, der Anteil der diplomierten Frauen stieg jedoch deutlich auf 21% an. Bei den Doktortiteln kletterte der Frauenanteil 2006 um zwei Prozentpunkte auf 17%. An den Fachhochschulen sank der Frauenanteil an den Eintritten leicht auf 13%, bei den Diplomen stieg er zaghaft an auf knapp 11%.

Für weitere Informationen und Bezug der Studie:

Marina de Senarclens, Geschäftsführerin Engineers Shape our Future INGCH Freigutstrasse 8 8027 Zürich T: 01 201 73 00, F; 01 202 93 20 info@ingch.ch, www.ingch.ch

Kurzbeschrieb «Engineers Shape our Future INGCH»

Der Wirtschaftsverband setzt sich seit 1987 für die Förderung eines qualitativ hochstehenden Ingenieurnachwuchses ein. Er wird finanziell und ideell von Unternehmen aus verschiedensten Branchen und verschiedenster Grössen unter¬stützt. Zu den Hauptzielsetzungen gehören die Motivation von jungen Menschen für den Ingenieurberuf, die Förderung der Aus- und Weiter¬bildung sowie die Verbesserung des Berufs¬images. Zudem ist es der Gruppe ein Anliegen, vermehrt Frauen für den Ingenieurberuf zu gewinnen. Die Mitglieder sind: ABB (Schweiz) AG, Accenture AG, AdNovum Informatik AG, Alstom AG, Ammann Group, AWK Group AG, Basler & Hofmann, Belimo AG, Bühler AG, Hasler Stiftung, Hewlett Packard (Schweiz) GmbH, Hilti AG, Kistler Instrumente AG, Microsoft GmbH, Nestlé AG, Oracle Software (Schweiz) GmbH, Rieter Holding AG, Schindler Management AG, Siemens Schweiz AG, SIG Holding AG, Sulzer AG, Swiss Re, Swisscom AG, Zimmer GmbH

(von ingch/studisurf.ch)

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