Nokia nach explodierten Akkus in der Defensive
publiziert: Dienstag, 11. Nov 2003 / 16:21 Uhr

Nokia weist Aussagen zurück, nach denen einige der vom finnischen Handyhersteller verwendeten Akkus nicht gegen einen Kurzschluss geschützt sind.

In den letzten Monaten war es mehrmals dazugekommen, dass Nokia-Akkus explodiert waren.
In den letzten Monaten war es mehrmals dazugekommen, dass Nokia-Akkus explodiert waren.
Entsprechende Aussagen der belgischen Kundenschutzorganisation Test-Ankoop seien falsch und die betroffenen Akkus des Typs Nokia BML-3, BMC-3 und BLC-2 wie alle Nokia-Akkus gegen Kurzschluss geschützt. Das teilt das Unternehmen mit Deutschlandsitz in Düsseldorf mit.

In den vergangenen Monaten waren einige Fälle bekannt geworden, in denen es zu Kurzschlüssen bis hin zur Explosion von Handys gekommen war.

Laut Nokia habe es sich in keinem Fall um ein Original-Akku gehandelt. Die Stiftung Warentest in Berlin hatte nach den Vorfällen eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit ihrer belgischen Partnerorganisation Test-Ankoop jedoch Original-Akkus von Nokia untersucht. "Die geprüften Akkus stammen aus dem Fachhandel, und es steht 'Nokia' drauf", so Stiftung Warentest zu den Angaben von Nokia. Dass es sich nicht um Original-Teile handelt, sei nicht bewiesen.

Bei den Untersuchungen ist Warentest zufolge herausgekommen, dass sich die Akkus durch Überhitzung verformen und die Handys beschädigten. Betroffen sind demnach Akkus für die Nokia-Handys 3210, 3310, 3330, 5510.

Den verwendeten Nickel-Metallhydrid-Zellen fehle der Kurzschluss-Schutz. Kurzschlüsse seien zwar selten, trotzdem sollten Akkus dagegen geschützt sein. Sollte Nokia Recht haben und es sich bei den betreffenden Akkus tatsächlich um Plagiate handeln, dürfte beim Verbraucher eine Unsicherheit dadurch entstehen, dass die echten von den falschen Akkus für ihn praktisch nicht mehr zu unterscheiden sind, befürchtet Stiftung Warentest.

(bsk/teltarif.ch)

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