Nordfront ausgebaut - Bagdad unter Beschuss

publiziert: Freitag, 28. Mrz 2003 / 07:14 Uhr

Bagdad/New York - Die US-geführten Truppen haben sich während der Nacht den Ausbau einer Frontlinie im Norden Iraks voran getrieben.

Die 1 000 Fallschirmjäger sollen von 6 000 Solaten verstärkt werden.
Die 1 000 Fallschirmjäger sollen von 6 000 Solaten verstärkt werden.
Zugleich wurde Bagdad erneut Ziel heftiger Luftangriffe. Gegen Mitternacht und am frühen Morgen gingen mehrere starke Angriffswellen auf die irakische Hauptstadt und das Umland nieder. Allein gegen 01.00 Uhr MEZ hätten sich innerhalb weniger Minuten mindestens acht Explosionen ereignet. Am Westufer des Tigris war ein grosses Feuer zu sehen. Es gab auch eine Serie von Detonationen in den Aussenbezirken, die bereits seit Tagen Ziel von Angriffen sind.

Nordöstlich der Stadt Erbil seien in der Nacht permanent US-Transportflugzeuge gelandet, berichtete der US-Sender CNN. An Bord der Maschinen befänden sich Panzer und andere Fahrzeuge.

1 000 Fallschrimjäger

Rund 1 000 Fallschirmjäger der 173. US-Luftlande-Brigade hatten das Flugfeld am Donnerstag besetzt. In den nächsten Tagen sollen dort weitere 5 000 bis 6 000 Soldaten sowie Panzer, Artillerie und Transportfahrzeuge landen.

Auch die Stadt Mosul kam nach Berichten des arabischen Fernsehsenders El Dschasira unter Beschuss. Im Süden gingen bei Nasirija die Gefechte zwischen US-Einheiten und irakischen Soldaten weiter.

Wegen Mangel an Nahrung und Wasser verschärfte sich die humanitäre Situation in der südirkaischen Stadt Basra. Viele Menschen aus der 1,3 Millionen Einwohner zählenden Stadt seien deswegen bereits auf der Flucht.

Zur Linderung der Not der irakischen Zivilbevölkerung verständigte sich in New York in der Zwischenzeit die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates auf einen Kompromiss. Dieser ermöglicht die Fortführung des Programms Öl für Nahrung für 45 Tage unter der Regie der UNO.

Hilfsgüter von 2,5 Mrd

Derzeit stünden Hilfsgüter im Umfang von rund 2,5 Milliarden Dollar zur Verfügung. Die Verteilung müsse im Interesse der Not leidenden Menschen rasch organisiert werden.

Unterdessen berichteten US-Medien unter Berufung auf Pentagon Beamte, dass die USA im April über 100 000 zusätzliche Soldaten auf irakischem Boden einsetzen wollen.

(bsk/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
«Unsere Streitkräfte haben 460 Leute evakuiert», sagte ...
Gelungene Flucht  Nahe Falludscha - Hunderten Irakern ist am Freitag die Flucht aus der belagerten Stadt Falludscha gelungen. Es war nach irakischen Angaben die grösste Gruppe, die die seit Tagen umkämpfte Stadt verlassen konnte. Dort leben nach Schätzungen rund 50'000 Menschen. mehr lesen 
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen   1
Demonstranten drängen in «Grüne Zone»  Bagdad - Tausende Anhänger des Schiitenpredigers Moktada al-Sadr haben am Freitag erneut ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 2°C 7°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Basel 3°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 0°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass starker Schneeregen
Bern 1°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 1°C 7°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Genf 4°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 7°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten