Nordkorea-Gespräche ohne Ergebnisse

publiziert: Freitag, 22. Dez 2006 / 12:41 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Dez 2006 / 13:01 Uhr

Peking - Die Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm sind in Peking ergebnislos zu Ende gegangenen. Die sechs beteiligten Staaten einigten sich nicht auf einen Termin zur Fortsetzung der Gespräche.

US-Unterhändler Christopher Hill.
US-Unterhändler Christopher Hill.
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Sie wollten ihre Regierungen über den Stand der Gespräche informieren und «bei nächster Gelegenheit» wieder zusammenzukommen, hiess es in einer chinesischen Erklärung zum Abschluss der fünftägigen Verhandlungsrunde in Peking.

Es seien «nützliche Diskussionen» darüber geführt worden, wie eine Grundsatzvereinbarung vom September vergangenen Jahres umgesetzt werden könne. In der Vereinbarung hatte Nordkorea damals ein Ende seines Atomwaffenprogramms zugesagt. Die USA boten im Gegenzug dafür wirtschaftliche Erleichterungen an.

Kurz zuvor hatte das US-Finanzministerium aber das Einfrieren von nordkoreanischen Kontenguthaben in Höhe von 24 Millionen Dollar bei der Banco Delta Asia in Macau veranlasst. Als Reaktion auf diesen Schritt lehnte Nordkorea zwei Monate später jegliche Gespräche über sein Atomprogramm ab.

Bau von Leichtwasserreaktor

Seither liegt eine Umsetzung der Zusage vom September 2005 auf Eis. Die Spannungen haben sich zudem durch einen nordkoreanischen Atomwaffentest Anfang Oktober und anschliessende UNO-Sanktionen verschärft.

Die Gespräche in Peking waren der erste Versuch, wieder Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Ausser Nord- und Südkorea sowie den USA und China sind Russland und Japan an den Gesprächen beteiligt.

Dem US-Chefunterhändler Christopher Hill zufolge lagen die Meinungen auch letzten Tag der Gespräche weit auseinander. Nordkorea war zu Wochenbeginn mit der Forderung nach einem Ende der Sanktionen der UNO und der USA in die Verhandlungen gegangen. Zudem will das Land einen neuen Leichtwasserreaktor bauen.

Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun kritisierte das Vorgehen der USA deutlich. Die US-Regierung habe mit ihren Finanzsanktionen die Atomverhandlungen mit Nordkorea im vergangenen Jahr an einem erfolgversprechenden Punkt torpediert, erklärte Roh am Donnerstag.

(ht/sda)

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