Nordkorea droht mit Ende des Waffenstillstands

publiziert: Dienstag, 18. Feb 2003 / 07:15 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Feb 2003 / 07:34 Uhr

Pjöngjang - Im Streit um sein Atomprogramm hat Nordkorea seinen Ton weiter verschärft und mit einem Ende des Waffenstillstands von 1953 gedroht, sollten die USA eine Seeblockade gegen das Land errichten.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il.
Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il.
Der Armee des Landes bleibe nichts anderes als eine Beendigung des Waffenstillstands übrig, sollten die USA Sanktionen wie eine Seeblockade verhängen, heisst es in einer Erklärung des Militärs des kommunistischen Staates, die von der offiziellen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlicht wurde.

Der Korea-Krieg (1950-53) wurde auf der koreanischen Halbinsel ohne Friedensvertrag beendet. Den Waffenstillstand unterzeichneten China und Nordkorea auf der einen Seite sowie für die internationale Gemeinschaft Kommandanten einer UNO-Truppe.

In ihrer Erklärung wirft die nordkoreanische Armee den USA vor, ihre Militärkräfte rund um die Halbinsel zu verstärken und eine Seeblockade zu errichten, wie es sie nur zwischen kriegsführenden Staaten während des Krieges gibt. Dies unterscheide sich auf lange Sicht kaum von einer offenen Kriegserklärung.

Die USA haben bekräftigt, den Konflikt friedlich lösen zu wollen. Nach einem Bericht der New York Times arbeiten die USA an einem Plan für Sanktionen gegen Nordkorea, um Pjöngjang zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms zu zwingen. Geplant sei unter anderem, nordkoreanische Waffenlieferungen per Schiff zu stoppen.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Washingtoner Regierungsbeamte berichtete, sollen auch Geldsendungen von in Japan lebenden Koreanern in die Heimat unterbunden werden.

Die Sanktionen sollten aber mit Blick auf Widerstand anderer pazifischer Staaten noch nicht bald in die Tat umgesetzt werden. Die USA wollten aber Pläne für den Fall fertig haben, dass Nordkorea seine Atomwaffen-Pläne aggressiv weiter vorantreibt.

Zunächst wollten die USA den UNO-Sicherheitsrat drängen, Nordkoreas jüngste Schritte in Richtung Atomwaffen zu verurteilen. Ausserdem sollten Russland und China dazu gedrängt werden, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben.

(bert/sda)

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