Nordkorea erteilt UNO Absage

publiziert: Freitag, 23. Sep 2005 / 09:07 Uhr

New York - Nordkorea hat die Vereinten Nationen (UNO) gebeten, alle humanitären Hilfen für das kommunistische Land zum Jahresende einzustellen.

Die Grundnahrungsversorgungn hat sich in Norkorea laut Regierungsangaben verbessert.
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Die Lebensmittelsituation habe sich dank guter Ernten entspannt, hiess es zur Begründung.

Der stellvertretende Aussenminister des abgeschotteten Landes, Choe Su Hon, sagte am Donnerstag in New York vor Journalisten, er habe das Ersuchen UNO-Generalsekretär Kofi Annan bei einem Treffen am Mittwoch mitgeteilt.

Angelegenheit politisch ausschlachten

Den USA warf er vor, zu versuchen, die Angelegenheit politisch auszuschlachten und mit Menschenrechtsfragen zu verbinden. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums wies die Vorwürfe scharf zurück.

Choe sagte, Nordkorea werde die internationale Gemeinschaft aber weiter um Entwicklungshilfe bitten. Dabei geht es im Wesentlichen um Hilfen, die ein Land zur Selbsthilfe befähigen sollen, etwa zum Ausbau der Infrastruktur.

Lebensmittel- und Medizinlieferungen

Bei humanitären Hilfen handelt es sich vorwiegend um Lebensmittel- sowie Medizin-Lieferungen. Choe zufolge reagierte Annan mit Verständnis auf sein Ersuchen.

Für die grösste internationale Hilfsorganisation in dem Land, das UNO-Welternährungsprogramm (WFP), könnte ein solcher Schritt der Regierung in Pjöngjang eine ungewisse Zukunft mit sich bringen. Das Programm versorgt rund 6,5 Millionen der 22,5 Millionen Menschen in dem Land, die am Schlimmsten von Hunger bedroht sind.

Das WFP hatte jüngst berichtet, dass sich die Versorgungslage in Nordkorea zwar verbessert habe, allerdings noch internationale Hilfe gebraucht werde.

(bsk/sda)

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