Nordkorea stellt inakzeptable Bedingungen
publiziert: Freitag, 29. Aug 2003 / 07:55 Uhr

Peking - Die Konferenz zur Beilegung des Atomstreits mit Nordkorea ist in Peking ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Das Regime von Diktator Kimg Yong Il stellte mehrere inakzeptable Bedingungen.

Kim Jong Il, Generalsekretär Nordkorea. (Archiv)
Kim Jong Il, Generalsekretär Nordkorea. (Archiv)
Nordkorea schlug nach eigenen Angaben eine Paket-Lösung für ein Ende des Streits vor. Als Bedingungen nannte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA einen Nicht-Angriffs-Pakt mit den USA, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen, Garantien für Wirtschaftskooperation mit Japan und Südkorea sowie die Fertigstellung von zwei Leichtwassereaktoren.

Im Gegenzug wolle Nordkorea keine Atomwaffen herstellen, Inspektionen erlauben, seine Atomanlagen abbauen und den Export und Tests von Raketen einstellen, schrieb KCNA nach einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua aus Pjöngjang. Den USA warf Nordkorea vor, die Sechser-Gespräche durch eine feindselige Politik gegenüber Pjöngjang zu untergraben.

Immerhin vereinbarten die Unterhändler aus Nordkorea, Südkorea, den USA, Japan, Russland und Gastgeber China, die Gespräche in zwei Monaten fortzusetzen.

Der Streit um das Atomprogramm Nordkoreas schwelt seit Oktober, als Nordkorea nach US-Angaben eingeräumt hatte, entgegen einem Abkommen von 1994 sein Atomprogramm fortgesetzt zu haben.

(bsk/sda)

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