Nordkoreanisches Handelsdefizit fast doppelt so hoch

publiziert: Sonntag, 31. Aug 2003 / 11:11 Uhr

Seoul - Das nordkoreanische Aussenhandelsdefizit hat sich im ersten Halbjahr dieses Jahres nahezu verdoppelt. Grund sei der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm, wie die südkoreanische Regierung bekannt gab.

Die Menschen in Nordkorea werden immer armer.
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Nach Angaben des südkoreanischen Ministeriums für Wiedervereinigung stieg das Handelsdefizit in den ersten sechs Monaten auf 510 Mio. Dollar. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte es noch 270 Mio. Dollar betragen.

Die Exporte des kommunistischen Landes sanken im Berichtszeitraum um 9,4 Prozent auf noch 290 Mio. Dollar, während die Importe um 35,6 Prozent auf 800 Mio. Dollar zunahmen.

Es habe wesentliche Verschiebungen bei den Handelspartnern gegeben, stellte das Ministerium fest. Der Handel mit Japan sei wegen des Streits um die Atompolitik und der ungeklärten Frage von Entführungen japanischer Bürger nach Nordkorea um 18,4 Prozent auf 130 Mio. Dollar gesunken.

Dagegen habe der Warenaustausch mit China um 16,2 Prozent auf 380 Mio. Dollar zugenommen. Auf Grund höherer Hilfslieferungen für die in weiten Teilen Nordkoreas Hunger leidende Bevölkerung stieg der Warenaustausch mit Südkorea um 25,2 Prozent auf 270 Mio. Dollar.

(rr/sda)

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