Nothilfe für Libanon steigt

publiziert: Samstag, 2. Sep 2006 / 22:12 Uhr

Beirut - Die Nothilfe für Libanon ist durch hohe Zuwendungen aus Saudi- Arabien und Kuwait auf fast zwei Milliarden Dollar (2,4 Mrd. Fr.) gestiegen.

Israelische Kriegsschiffe blockieren noch immer die Seewege zum Libanon.
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Zusätzlich zu den auf der Geberkonferenz in Stockholm zugesagten Hilfen stellten Saudi-Arabien 500 Millionen Dollar und Kuwait 300 Millionen Dollar bereit, sagte der libanesische Wirtschaftsminister Dschihad Asawur der Tageszeitung «El Mostakbal».

Bei der Geberkonferenz für den Wiederaufbau Libanons in Stockholm hatte die Weltgemeinschaft Hilfen in Höhe von 940 Millionen Dollar zugesagt. Sie summieren sich mit den bereits zuvor bewilligten Hilfen auf 1,2 Milliarden Dollar.

Die direkten Schäden der israelischen Offensive in Infrastruktur und Wohnungsbau werden auf 3,6 Milliarden Dollar geschätzt.

Sit-in im Parlament

Nothilfe und Wiederaufbau des Landes werden durch die seit sieben Wochen andauernde Land-, See und Luftblockade Israels behindert. Aus Protest dagegen begannen libanesische Abgeordnete in Beirut mit einem unbefristeten Sit-in im Parlament. 100 der 128 Abgeordneten nahmen teil.

Der schiitische Parlamentspräsident Nabih Berri forderte die arabischen Länder auf, die Blockade zu brechen. Israel will mit der Blockade verhindern, dass die Hisbollah wieder aufgerüstet wird.

Im 33-tägigen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel waren 1200 Libanesen - die meisten Zivilisten - getötet worden. Auf israelischer Seite starben 41 Zivilisten und 117 Soldaten.

(rr/sda)

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