Attentat war wohl geplant
Notizen des mutmasslichen Täters gefunden
publiziert: Montag, 10. Jan 2011 / 07:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Jan 2011 / 09:47 Uhr
Die Bundespolizei fahndet nach der Täterschaft. (Symbolbild)
Die Bundespolizei fahndet nach der Täterschaft. (Symbolbild)

Tucson/USA - Bei dem Mordanschlag auf die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords in Tucson handelte es sich offenbar um die Tat eines geistig verwirrten Einzeltäters. Die Bundespolizei FBI erklärte, sie gehe nicht mehr von einem Komplizen aus.

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Ein zunächst verdächtigter Mann sei gründlich vernommen worden. Der Verdacht der Komplizenschaft habe sich dabei jedoch nicht bestätigt, so dass der Mann freigelassen worden sei. Es gebe derzeit keinen Grund mehr zu der Annahme, dass noch andere Menschen an dem Attentat beteiligt gewesen sein könnten, hiess es.

Bei dem Angriff auf die Kongressabgeordnete in Tucson im Bundesstaat Arizona waren sechs Menschen getötet worden. Die angeschossene Parteifreundin von US-Präsident Barack Obamas war am Sonntag noch in einem kritischen Zustand, aber ansprechbar.

Der mutmassliche 22-jährige Todesschütze ist mittlerweile angeklagt worden. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass er bereits in der Vergangenheit Kontakt zur Kongressabgeordneten Giffords hatte, der am Samstag während eines Bürgertreffens aus kurzer Entfernung in den Kopf geschossen wurde.

Brief im Safe

Ein Beweis dafür sei ein an den Angeklagten adressiertes Schreiben, das auf offiziellem Briefpapier der Politikerin verfasst worden sei, hiess es. In dem Brief bedanke sich Giffords bei dem Verdächtigen für dessen Teilnahme an einer ihrer Kundgebungen in Tucson im Jahr 2007.

Bei der Durchsuchung des Hauses des Verdächtigen fanden die Ermittler zudem einen Brief in einem Safe, in dem Sätze wie «Ich habe voraus geplant» und «Mein Attentat» zu lesen gewesen seien. Neben dem Namen Giffords' habe in dem Brief die Unterschrift des Verdächtigen gestanden, erklärten die Ermittler.

Über das Motiv des mutmasslichen Täters war weiterhin nichts bekannt. Die örtliche Behörden gingen aber einer möglichen Verbindung zu einer Online-Gruppe nach, die für regierungsfeindliche Rhetorik bekannt sei, hiess es aus Ermittlerkreisen.

(fkl/sda)

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