Obama-Anhänger feiern im Internet
publiziert: Mittwoch, 5. Nov 2008 / 14:20 Uhr

New York - Der Sieg des demokratischen Kandidaten Barack Obama bei den Präsidentschaftswahlen 2008 hat in den USA nicht nur zu ausgelassenen Freudenfesten in den Strassen der grossen Städte geführt.

Das Hauptquartier der Wahlkampagne von Barack Obama in Second Life.
Das Hauptquartier der Wahlkampagne von Barack Obama in Second Life.
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Auch in der virtuellen Welt des Internets trafen sich innerhalb kürzester Zeit nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse hunderttausende Nutzer, um gemeinsam ihrer Freude über das Wahlresultat Ausdruck zu verleihen.

Gefragte Locations waren dabei vor allem Media-Sharing-Seiten wie YouTube oder Flickr und Community-Plattformen wie Facebook oder Twitter, die in der Nacht auf Mittwoch alle einen enormen Besucherzustrom verzeichnen konnten.

Aber auch Cyberwelten wie Second Life verwandelten sich in wahre Partyzonen, in denen Obama-Anhänger ihre virtuellen Avatarfiguren in die Hände klatschen, tanzen und jubeln liessen.

Virtuelles HQ überfüllt

Die Ausdrucksformen der Freude stellen sich dabei im Web besonders vielfältig dar. Während einige Nutzer etwa lediglich die Grafik des Wahlergebnisses von dem TV-Bildschirm abfotografierten und ins Netz stellten, nahmen andere ganze Wahlpartys auf und verbreiteten sie in Form von Videos.

Ein Beitrag auf dem Online-Portal YouTube zeigt beispielsweise einige Studenten des Navarro Colleges in Texas, die nach dem Betrachten des Wahlresultats in lautes Freudengeschrei ausbrechen und mehrere Minuten lang wild durch die Luft springen.

Das inoffizielle Wahlhauptquartier Obamas in der virtuellen Welt Second Life musste wegen des ungemein starken Besucherandrangs sogar zu einem sehr drastischen Mittel greifen und die eigenen Tore schliessen. Da weit mehr User an den Freudenfeiern teilnehmen wollten als die Kapazitäten der digitalen Räumlichkeiten hergeben, sahen sich viele dazu gezwungen, ihre Avatare im Freien weiterfeiern zu lassen.

Obama bedankt sich per Mail

Obama selbst, der das Internet im Rahmen seines Wahlkampfs strategisch für sich zu nutzen verstanden hat wie noch kein anderer Politiker vor ihm, bedankte sich ebenfalls über das Web bei seinen Anhängern.

Nur wenige Momente bevor er die Bühne in Chicago für seine Antrittsrede betrat, um sich bei der versammelten Anhängerschaft für ihre Treue und Unterstützung zu bedanken, verschickte er eine E-Mail an die auf der Webseite seiner Kampagne registrierte Nutzerschaft.

«Ich mache mich gleich auf den Weg zum Grant Park, um vor den dort versammelten meine Rede zu halten. Aber zuerst will ich euch danken. Wir haben gerade Geschichte geschrieben», schreibt Obama.

Republikaner machen sich rar

Auf Seite der republikanischen Wählerschaft zeigt sich hingegen im Web ein eher düsteres Bild. So erinnert das sogenannte «Straigt Talk Cafe», ein bekannter Versammlungsort für die Anhängerschaft von John McCain in der Online-Welt Second Life, seit dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses an eine Geisterstadt.

Vor wenigen Stunden hatten sich noch unzählige Fans dort eingefunden, um ihre Unterstützung für den republikanischen Kandidaten auszudrücken.

(bert/pte)

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