Obama erklärt Terror-Opfern Schliessung von Guantánamo

publiziert: Samstag, 7. Feb 2009 / 09:55 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Feb 2009 / 10:14 Uhr

Washington - US-Präsident Barack Obama hat Angehörige der Opfer von Terroranschlägen getroffen, um seine Entscheidung zur Schliessung des Gefangenenlagers Guantánamo zu erläutern.

In Guantánamo waren während der letzten sieben Jahre 800 Gefangene inhaftiert.
In Guantánamo waren während der letzten sieben Jahre 800 Gefangene inhaftiert.
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Das Treffen sei «erst der Anfang eines Dialogs» über das Thema, sagte Obama nach Angaben des Weissen Hauses vor rund 40 Angehörigen der Opfer der Terroranschläge vom 11. September und des Attentats auf das US-Kriegsschiff «USS Cole» im Jemen.

Dabei habe er ihnen erklärt, warum die Schliessung von Guantánamo das Land aus seiner Sicht sicherer mache. Obama machte demnach deutlich, dass die Bewahrung der Sicherheit der US-Bürger seine «Hauptverantwortung» sei.

Überzeugender Auftritt

Kenneth Clodfelter, dessen Vater bei dem Anschlag auf die «USS Cole» im Jahr 2000 getötet worden war, sagte, er sei vor dem Treffen mit Obama sehr «negativ» auf die Schliessung des Gefangenenlagers zu sprechen gewesen.

Der US-Präsident habe ihn «einfach mit seiner Haltung» überzeugt. Obama denke wirklich, was er sage, ergänzte Clodfelter. Andere Teilnehmer berichteten von einem «sehr emotionalen» Treffen mit dem US-Präsidenten, der auch Fragen der Familien beantwortete.

Bei dem Attentat auf das Kriegsschiff «USS Cole» waren 17 US-Soldaten getötet worden. Erst am Donnerstag liess eine Militärrichterin die Klage gegen einen Guantánamo-Häftling fallen, der in den Anschlag verwickelt gewesen sein soll. In dem Lager wurden in den vergangenen sieben Jahren rund 800 Gefangene ohne geklärten Rechtsstatus festgehalten.

(tri/sda)

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