Rede an die Nation

Obama will Schritte gegen Terror darlegen

publiziert: Sonntag, 6. Dez 2015 / 13:59 Uhr
US-Präsident Barack Obama werde in seiner Rede an die Nation über den Stand der Ermittlungen in San Bernardino informieren und über die Bedrohungen durch den Terrorismus sprechen. (Archivbild)
US-Präsident Barack Obama werde in seiner Rede an die Nation über den Stand der Ermittlungen in San Bernardino informieren und über die Bedrohungen durch den Terrorismus sprechen. (Archivbild)

Berlin - Nach dem Massaker in Kalifornien will US-Präsident Barack Obama eine Rede an die Nation halten. Die Ansprache sei kurzfristig für Sonntagabend (Ortszeit) angesetzt worden, teilte das Präsidialamt mit.

11 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
Barack ObamaBarack Obama
Das Weisse Haus reagiert damit auch auf Kritik, die Regierung gehe nicht scharf genug gegen die Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor.

Am Mittwoch hatte ein schwer bewaffnetes Ehepaar bei einer Weihnachtsfeier in einer Sozialeinrichtung in San Bernardino in Kalifornien 14 Menschen erschossen und 21 verletzt. Die beiden Schützen, Syed Farook und Tashfeen Malik (beide Ende 20), wurden auf der Flucht von der Polizei erschossen. Bei den Opfern handelt es sich um Arbeitskollegen des Mannes.

Ermittlern zufolge mehren sich die Hinweise darauf, dass es sich um eine Tat radikalisierter Muslime handelt. Die Bundespolizei FBI geht von einem Terrorakt aus, die genauen Motive für die Tat sind aber noch immer unklar.

Obama informiert über Ermittlungen

Obama werde in seiner Rede an die Nation über den Stand der Ermittlungen in San Bernardino informieren und über die Bedrohungen durch den Terrorismus sprechen, hiess es in einer am Samstagabend veröffentlichten Mitteilung. Seine höchste Priorität sei es, «der Bevölkerung Sicherheit zu geben».

Obama sei überzeugt, dass der IS zerstört werden könne, sagte Josh Earnest, ein Sprecher des Weissen Hauses. Der Präsident werde betonen, dass sich «die Vereinigten Staaten auf unsere Werte stützen müssen - unseren unerschütterlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit - um Terrorgruppen zu besiegen, die eine zerstörerische Ideologie durch Gewalt vorantreiben»

Für Obama ist es erst die dritte Ansprache aus dem Oval Office im Weissen Haus. 2010 hatte er nach der «Deepwater Horizon»-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eine solche Ansprache gehalten. Ebenfalls 2010 verkündete er das Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak aus dem Oval Office.

Schärfere Waffengesetze gefordert

Bereits am Samstag hatte Obama erneut schärfere Waffengesetze gefordert. Vor allem müsse der Kongress Schlupflöcher schliessen. So sei es Personen, deren Name auf einer Flugverbotsliste stehe, leicht möglich, Waffen zu kaufen.

Unterstützung erhielt er auf ungewöhnliche Weise von der «New York Times»: Zum ersten Mal seit 1920 veröffentlichte das Blatt auf seiner Titelseite einen Leitartikel - und äusserte darin Empörung über die Untätigkeit des Kongresses.

Im Leitartikel hiess es: «Es ist ein moralischer Frevel und eine nationale Schande, dass Zivilisten legal Waffen kaufen können, die darauf angelegt sind, Menschen mit brutaler Geschwindigkeit und Effizienz zu töten.»

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - US-Präsident Barack Obama hat einen verstärkten Kampf gegen die ... mehr lesen
«Ihr seid als nächstes dran», sei die Botschaft seines Landes an die IS-Anführer.
Der in Simpsonville im US-Bundestaat South Carolina beheimatete Waffenhändler und Pfandleiher Gun & Pawn holt derzeit mit einer offensiven Werbung zum Rundumschlag auf die Regierung aus. mehr lesen
Los Angeles - Nach dem Anschlag im kalifornischen San Bernardino haben ... mehr lesen 2
Frank-Walter Steinmeier ist in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingetroffen.
Bagdad - Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier ist am frühen Montagmorgen zu einem Kurzbesuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingetroffen. Er versprach dem Irak ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
«Wir werden den IS zerstören»
Washington - Nach dem Anschlag ... mehr lesen
San Bernardino - Die tödliche Attacke von San Bernardino in Kalifornien mit ... mehr lesen 1
Die Schiesserei in San Bernardino zählt nun als Terror Akt.
Die Attentäterin schwor dem IS auf Facebook Treue.
San Bernardino - Nach der Schiesserei mit 14 Toten in Kalifornien gibt es Medienberichten zufolge eine Verbindung zur IS-Terrormiliz. Die Frau, die zusammen mit ihrem Mann das Feuer bei einer ... mehr lesen
San Bernardino - Die Attacke im ... mehr lesen
San Bernardino - Die Polizei hat die beiden Verdächtigen identifiziert, die nach einer Schiesserei auf einem Mitarbeiterfest in einer Sozialeinrichtung in Kalifornien getötet ... mehr lesen
San Bernardino - Nach der Gewalttat in einer Sozialeinrichtung im US-Bundesstaat ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und Vietnam sind, wenn auch noch ... mehr lesen  
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem Fernsehsender CNN am Sonntag. mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am Sonntag im zweiten Wahlgang 55,8 Prozent der Stimmen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 5°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 6°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 6°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 4°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 7°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 13°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten