Ölpest in Alaska: Mehr Öl als befürchtet ausgelaufen

publiziert: Montag, 13. Dez 2004 / 15:04 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Dez 2004 / 15:20 Uhr

Anchorage - Aus dem vor Alaska zerbrochenen Frachter Selendang Ayu ist laut Angaben von Spezialisten mehr Öl ausgelaufen als bisher befürchtet. Das ergab eine Inspektion des Schiffes.

Helfer versuchen trotz schlechtem Wetter Barrieren gegen das Öl aufzubauen. (Archiv)
Helfer versuchen trotz schlechtem Wetter Barrieren gegen das Öl aufzubauen. (Archiv)
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Nach Informationen der Anchorage Daily News hat auch ein zweiter Tank ein Leck. Das Schiff ist in einem schlechteren Zustand als erwartet. Der zähe Ölfilm bedroht den Lebensraum vieler Meeressäuger, Fische und Seevögel.

Die US-Küstenwache begann, Ölsperren anzubringen, um die Tierwelt vor einer Ölpest zu bewahren. Schlechtes Wetter und Wellen von bis zu 3,7 Meter Höhe behinderten aber die Arbeiten, wie eine Sprecherin der Küstenwache mitteilte.

Unalaska zählt zum Naturschutzgebiet Alaska Maritime National Wildlife Refuge. Dieses umfasst 2400 Inseln und Inselchen und ist Brutstätte für 40 Millionen Seevögel.

Der Frachter Selendang Ayu war in der Nacht zum Donnerstag etwa 1300 Kilometer südwestlich von Anchorage auf Grund gelaufen und in zwei Teile gebrochen. Das Schiff hatte 1,8 Millionen Liter Schweröl geladen. Das unter malaysischer Flagge fahrende Schiff befand sich auf dem Weg von Seattle nach China.

(fest/sda)

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