Offene Fragen zum Thuner Bahn-Unglück

publiziert: Montag, 29. Mai 2006 / 20:40 Uhr

Thun - Beim Thuner Bauzug-Unglück bleiben nach einem Zwischenbericht der Behörden Fragen offen.

Der bis zur Unkenntlichkeit zerstörte Bauzug.
Der bis zur Unkenntlichkeit zerstörte Bauzug.
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Widersprüche zeigen sich bei der angeblich durchgeführten Bremsprobe und dem Zustand der Bremsen. Ein Lokführer hatte möglicherweise zuwenig Ruhezeit.

Die Untersuchungsbehörden präsentierten einen Zwischenbericht zum Unglück; Neuigkeiten gab es nur zu den Details der Geschehens, das in Dürrenast BE in der Nacht zum 17. Mai zwei BLS-Lokführer und ein Bauarbeiter das Leben kostete.

Bei der Rückfahrt von Blausee stellten die BLS-Angestellten beim zweithintersten Wagen eine blockierte Achse fest. In der Folge wurde er in Frutigen aus der Komposition entfernt. Vor der Weiterfahrt bestätigten die Lokführer gemäss dem mitgeschnittenen Funkkontakt, die Bremskontrolle vorgenommen zu haben.

Kontrolle ordnungsgemäss?

Offen ist, ob diese Kontrolle tatsächlich ordnungsgemäss stattgefunden hat. Tatsache ist, dass der Bremshahn zwischen dem Schienentraktor und dem ersten Wagen geschlossen war. Aus diesem Grund funktionierte die pneumatische Notbremse nicht.

Neu entdeckt wurde, dass auch die Bremsleitung zwischen dem zweiten und dritten Wagen nicht gekuppelt war. Für die Ursache dieser Mängel haben die Behörden bisher keine Erklärung. Menschliches Versagen gilt weiter als eine der möglichen Erklärungen.

Notstopp fehlgeschlagen

Bei der Durchfahrt in Reichenbach meldete die Besatzung den Bremsdefekt und es wurde vesucht, den Zug über die Zugsicherung zu stoppen - wegen des untüchtigen Bremssystems erfolglos. Mangels tauglicher Alternativen entschieden die Fahrdienstleiter, den Zug mit 83 km/h auf der Baustelle in Dürrenast auffahren zu lassen.

Noch nicht geklärt ist, ob die Ruhezeitvorschriften eingehalten wurden. Gemäss BLS-Chef Matthias Tromp ist es möglich, dass sie bei einem Lokführer verletzt wurden.

(bert/sda)

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