Olmert schwört Israelis auf Krieg ein - Bereits 275 Tote

publiziert: Sonntag, 28. Dez 2008 / 12:15 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Dez 2008 / 14:47 Uhr

Gaza/Tel Aviv - Die israelische Luftwaffe und die militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen setzten ihre gegenseitigen Angriffe fort. Erstmals schlugen zwei sogenannte Grad-Raketen südlich von Aschdod ein.

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Die Hafenstadt liegt rund 30 Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Bislang hatten die Raketen der militanten Palästinenser keine solche grosse Reichweite.

Nach Angaben einer Armeesprecherin schlugen an einem Morgen 20 Raketen auf israelischem Boden ein. Seit Beginn der Luftangriffe am Samstagmittag seien es mehr als 100 gewesen. Bisher kam dabei ein Israeli ums Leben.

Rund 60 Kampfflugzeuge hatten am Samstag gegen 11.30 Uhr Ortszeit überraschend den Gazastreifen angegriffen. Rund 50 Einrichtungen der Hamas und 25 Abschussrampen seien zerstört worden. In Gaza spielten sich chaotische Szenen ab. Im Minutentakt wurden Verletzte in das Schifa-Spital gebracht.

900 Verletzte

Die Zahl der Todesopfer stieg nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde auf 275. Weitere 900 Menschen seien beiden Angriffen verletzt worden.

Nach Augenzeugenberichten wurde das Hauptquartier der Hamas-Regierung in der Stadt Gaza getroffen und schwer beschädigt. Unter den Toten sind auch der Hamas-Polizeichef, Taufik Dschaber, sowie der Hamas-Sicherheitschef Ismail al-Dschabari.

Die Länder der Nahost-Region verurteilten die massiven Angriffe Israels. Die EU forderte deren sofortiges Ende. Die Schweiz hat die Reaktionen der israelischen Streitkräfte auf die Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen als «unverhältnismässig» verurteilt.

USA machen Hamas verantwortlich

Die USA machen die radikalislamische Palästinenserbewegung Hamas für die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten verantwortlich.

Papst Benedikt XVI. hat zum Ende des Blutvergiessens im Gazastreifen aufgerufen. Im traditionellen Angelusgebet auf dem Petersplatz in Rom verurteilte der katholische Kirchenführer, die Gewalt «in all ihren Erscheinungsformen». Er forderte eine sofortige Waffenruhe.

(tri/sda)

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Traurig
Hierbei handelt es sich um einen Jahrtausende alten Bruderzwist. Es wäre "vieleicht" von Vorteil wenn die Pälästinenser eigenes Land hätten. Das Problem wäre damit aber nicht gelöst, der Hass verschwindet nicht durch ein Stück Land. Dann wäre "bloss" offiziell Krieg zweier Länder und nicht mehr Bürgerkrieg. Wo wäre da der Unterschied? Ich denke der palästinensische "Bruder" fühlt sich missverstanden und reagiert trotzig. Im kleinen Massstab (zwischen zwei Brüdern) ginge das ja noch aber in dem Massstab wie wir es heute sehen führt das leider zur masslosen Gewalt. Israel bleibt dann keine andere Wahl als zu reagieren. Eines führt zum Anderen, dies auf beiden Seiten!!!
Absolut richtig!
Ein sehr gutes Statement von kubra. Dem ist nichts hizuzufügen,
Überaschend?
Nein. Das war' s wohl nicht.
Schon lange haben die Israelis gefordert, dass der Raketenbeschuss Israels aus dem Gazastreifen beendet wird.
Die Hamas hat den Waffensitllstand, den sie nie wirklich eingehalten hat, offiziell beendet und provozierte bewusst. Nun hat sie erhalten, was sie wollte.
Dass dabei einige hochrangige Hamas-Vertreter den Tod fänden, war wohl seitens der Hamas nicht eingeplant. Dabei waren die Hamas und die Palästinenser im Gaza gewarnt.
Der Israelische Präsident Olmert ging ins arabische Fernsehen und bat die Radikalen mit den Raketenbeschüssen aufzuhören. Andernfalls müsse man eingreifen.
Dass von Seiten der Extremisten jeweils die Zivilbevölkerung als Geisel genommen wird, ist ein Verbrechen. Friede jetzt. Aber nicht zu jedem Preis.
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