Knappe Entscheidung

Olympia-Kandidat heisst Davos/St. Moritz

publiziert: Donnerstag, 11. Aug 2011 / 18:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Aug 2011 / 20:02 Uhr
Nationalrat Tarzisius Caviezel zeigte sich über den Entscheid erfreut.
Nationalrat Tarzisius Caviezel zeigte sich über den Entscheid erfreut.

Bern - Der Exekutivrat von Swiss Olympic hat Davos und St. Moritz als mögliche Austragungsorte für die Olympischen Spiele 2022 auserkoren - Genf blieb mit seiner Bewerbung auf der Strecke. Ob sich die Schweiz tatsächlich für die Spiele bewirbt, entscheidet sich erst im April 2012.

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Dann befindet ein ausserordentliches Sportparlament darüber, ob eine offizielle Kandidatur beim Internationalen Olympischen Komitee (IOK) eingereicht wird.

Bis dahin macht sich Swiss Olympic zusammen mit den Entscheidungsträgern aus Politik, Sport und Wirtschaft an die Vorbereitung der möglichen Kandidatur. Das IOK entscheidet dann im Jahr 2015 über die Vergabe der 24. Olympischen Spiele.

Bündner «hocherfreut»

Tarzisius Caviezel, Bündner Nationalrat (FDP) und Präsident des Bündner Kandidaturkomitees, zeigte sich nach einer Mitteilung von Swiss Olympic «hocherfreut» über den Entscheid des Exekutivrats.

Die Projekt Davos/St. Moritz sei als Alternative zu grossstädtischen Kandidaturen eingereicht worden. «Swiss Olympic bestätigt, dass wir die Zeichen der Zeit erkannt haben und nun konsequent unser hochgestecktes Ziel verfolgen können», wurde Caviezel weiter zitiert.

Zuletzt hatte das IOK signalisiert, vom «Gigantismus» vergangener Spiele wegkommen und stattdessen vermehrt Kandidaturen von traditionellen Wintersportorten mit bereits bestehenden Anlagen berücksichtigen zu wollen. Davos/St. Moritz war deshalb vor dem Entscheid vom Donnerstag als Favorit gehandelt worden.

Genf als guter Verlierer

Die Genfer Regierung zeigte sich in einer ersten Reaktion als guter Verlierer. Man respektiere den Entscheid von Swiss Olympic, für die mögliche Kandidatur eine «alpine» Region vorzuziehen. Sie wünscht Davos/St. Moritz viel Glück «auf dem langen Weg» bis Olympia 2022.

Regierungsrat Mark Muller, der für die Genfer Kandidatur verantwortlich war, drückte seine Enttäuschung im Namen jener aus, welche an die Idee von Olympischen Winterspielen am Genfersee geglaubt hatten. Enttäuscht und frustriert äusserte sich denn namentlich auch der Walliser Staatsrat Claude Roch.

Swiss Olympic-Präsident Jörg Schild sagte zum Entscheid des Exekutivrats, dieser sei der Meinung, dass Genf es schwer gehabt hätte gegen Kandidaturen von anderen Grossstädten.

(bg/sda)

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