Opferbilanz in Sichuan - über 5000 Schüler tot

publiziert: Donnerstag, 7. Mai 2009 / 09:30 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Mai 2009 / 09:50 Uhr

Peking - Aus Anlass des bevorstehenden Jahrestages des verheerenden Erdbebens in der chinesischen Provinz Sichuan haben die Behörden erstmals offizielle Zahlen über die Opfer bekanntgegeben. Demnach wurden bei dem Beben am 12. Mai 5335 Schüler getötet.

Insgesamt starben am 12. Mai 2008 gemäss offiziellen Schätzungen 87'000 Menschen. (Archivbild)
Insgesamt starben am 12. Mai 2008 gemäss offiziellen Schätzungen 87'000 Menschen. (Archivbild)
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Diese Zahlen seien «durch legale Methoden» ermittelt worden, sagte der Leiter des Bildungsamtes der Provinz vor Journalisten. Bislang war die Zahl der getöteten Schüler auf 9000 geschätzt worden.

Die Angaben über getötete Schüler sind besonders sensibel, weil viele Eltern den Vorwurf erhoben haben, dass die Schulgebäude marode oder nicht solide gebaut waren.

Nach Angaben von Staatsmedien waren bei dem schwersten Beben in China seit drei Jahrzehnten 14'000 Schulen ganz oder teilweise eingestürzt.

Angespannte Stimmung

Insgesamt starben gemäss offiziellen Schätzungen 87'000 Menschen. Rund 375'000 wurden verletzt, mehr als fünf Millionen wurden obdachlos. Die Organisation Human Rights Watch rief China auf, die Angehörigen von Erdbebenopfern zu entschädigen. Eltern getöteter Kinder sollten die Erlaubnis erhalten, vor Gericht zu ziehen.

Die Behörden von Sichuan erhoben ihrerseits schwere Vorwürfe gegen westliche Journalisten, die zum Jahrestag aus der Region berichten wollten. Einige davon reisten nicht ins Katastrophengebiet um zu berichten, sondern um die Bevölkerung gegen die Regierung aufzuhetzen, sagte Hou Xiongfei vom Propagandaamt der Provinz.

Nach Angaben des Vereins der Auslandskorrespondenten in China gab es in Sichuan bereits vereinzelt gewaltsame Übergriffe auf westliche Berichterstatter.

(bert/sda)

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