Griechische Staatspapiere
Optimismus in Athen bei Schuldenrückkauf
publiziert: Samstag, 8. Dez 2012 / 10:46 Uhr
Die Frist für den Schuldenrückkauf war am Freitagabend abgelaufen.
Die Frist für den Schuldenrückkauf war am Freitagabend abgelaufen.

Athen - Der Schuldenrückkauf Griechenlands verläuft allen Anzeichen nach gut. Wie die griechische Presse übereinstimmend unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums am Samstag berichtete, sollen sich Halter von Staatspapieren über insgesamt knapp 30 Milliarden Euro gemeldet haben.

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Die Frist für den Schuldenrückkauf war am Freitagabend abgelaufen. Wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa aus dem Finanzministerium in Athen erfuhr, ist mit einem ersten Ergebnis aus offiziellen Quellen am Samstagnachmittag zu rechnen.

Vom erfolgreichen Abschluss hängen weitere Hilfen für Griechenland ab, die eine Pleite des Eurolandes abwenden sollen. Experten gingen davon aus, dass die griechischen Geldinstitute, die etwas mehr als 15 Milliarden Euro Staatsanleihen halten, notfalls das gesamte Volumen ihrer Papiere zum Rückkauf geben werden.

Dies hänge vom Gesamtbetrag ab, der sich nach der Zusammenzählung aller Halter aus dem Ausland ergibt. Sollte dieser die 15 Milliarden Euro übertreffen, hätte Athen den Erfolg des Rückkaufs sicher in der Tasche.

30 bis 40 Prozent des Ursprungswerts

Athen hatte den Haltern verschiedener Staatspapiere mit langen Laufzeiten Angebote von 30,2 bis 40,1 Prozent des ursprünglichen Werts gemacht. Wegen der dramatischen Schuldenkrise Griechenlands waren die Staatsanleihen rasant im Wert gefallen. Nehmen die Gläubiger das Angebot an, sind sie die problematischen Papiere los.

Insgesamt will Athen mit 10 Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF etwa 30 Milliarden Euro an alten Schulden Griechenlands vom Markt nehmen. Das würde den Schuldenberg Athens deutlich um rund 20 Milliarden Euro verkleinern.

Zuletzt hielten Privatanleger griechische Staatsanleihen im Volumen von etwa 62 Milliarden Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon befindet sich in den Händen von Banken und Anlegern im Ausland.

(bert/sda)

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