Paddelt Michael Kurt zur Kanu-Medaille?

publiziert: Mittwoch, 4. Aug 2004 / 19:58 Uhr

Ein Quartett soll dem Schweizerischen Kanu-Verband zwei olympische Diplome aus Griechenland mitbringen. Der Slalom-Kanute Michael Kurt will mehr: "Richtig zufrieden bin ich nur, wenn ich in Athen eine Medaille gewinne."

Michael Kurt.
Michael Kurt.
Der SKV hat die ursprüngliche Zielsetzung (eine Medaille, zwei Diplome) nach unten korrigiert, um seine Athleten nicht unnötig unter Druck zu setzen.

Michael Kurt dürfte das recht sein. Slalom ist -- siehe Ski alpin -- immer ein bisschen Lotterie und Kurts mentales Leistungsvermögen nicht über alle Zweifel erhaben.

Letzteres zeigte sich auch, als es darum ging, den Olympia-Startplatz gegen interne Konkurrenz zu behaupten; Kurt blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Dennoch setzte sich der Wiedlisbacher gegen Mathias Rötenmund (in Sydney Olympia-Neunter) und Thomas Mosimann durch, die mit ihm aktuelle Welt- und Europameister im Teamwettbewerb sind.

Dass Kurt das Potenzial für einen Platz auf dem Olympia-Podest hat, bewies er vor allem Mitte Juli in Prag. Mit Rang 2 sorgte der 24-Jährige für die beste Schweizer Klassierung in der Geschichte des Weltcups.

Zuversicht

Zuversicht schöpft er auch daraus, dass in der Nähe des alten Flughafens die schwierigste künstliche Anlage der Welt gebaut wurde. Sie weist keine flachen Passagen auf und wird als einzige von Salzwasser durchflutet, was für mehr "Auftrieb" sorgt.

Intakte Chancen auf ein Diplom haben auch Ronnie Dürrenmatt (25, Canadier-Einer) und Nagwa El Desouki (33, Kajak-Einer). Beide können in diesem Jahr Weltcup-Klassierungen in den Top Ten vorweisen.

Traum verhindert

Die ägyptisch-schweizerische Doppelbürgerin sicherte sich den von Nadine Stoffel-Kurt erkämpften Quotenplatz und verhinderte, dass sich der Traum der Geschwister Kurt von einer gemeinsamen Olympia-Teilnahme erfüllte.

El Desouki reist im Gegensatz zu ihren Kollegen schon zum zweiten Mal an die Olympischen Spiele. 1996 in Atlanta hatte sie den 26. Platz belegt.

Dank Simon Fäh (Kajak-Einer) ist die Schweiz auch im Regatta-Bereich vertreten. Für den erst 22-jährigen Thurgauer stellt allein die Teilnahme einen Achtungserfolg dar. Obwohl er einen der letzten Quotenplätze holte, träumt Fäh vom Final der besten neun.

In Schinias nahe der Stadt Marathon bieten sich zwei Chancen: eine über 500 und eine über 1000 m. Fäh tritt quasi in die Fussstapfen des noch bis Herbst als Chef Leistungssport wirkenden Adrian Bachmann. Der Romanshorner Klubkollege war in Sydney (24. und 25. Rang) ebenfalls einziger Schweizer Regatta-Kanute.

(bsk/Si)

 
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