Pakistan will Verdächtige von Bombay nicht ausliefern

publiziert: Dienstag, 9. Dez 2008 / 08:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Dez 2008 / 15:06 Uhr

Multan - Nach der Festnahme von mutmasslichen Drahtziehern der Anschlagsserie von Bombay hat Pakistan eine Auslieferung an Indien ausgeschlossen. Sie sollten in Pakistan vor Gericht gestellt werden, sagte Aussenminister Shah Mehmood Qureshi.

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«Die Festnahmen sind im Rahmen unserer eigenen Ermittlungen erfolgt», sagte Qureshi in einer Rede in Multan. Selbst wenn Indien Beweise für die Schuld der Terrorverdächtigen vorlege, werde Pakistan seine eigenen Staatsbürger nicht ausliefern.

Die pakistanischen Behörden hatten seit Samstag insgesamt 16 Menschen aus dem Umfeld der radikalislamischen Organisation Lashkar-e-Taiba festgenommen, die von Indien der Anschlagsplanung in Bombay beschuldigt wird.

Mutmasslicher Drahtzieher

Verhaftet wurde nach Angaben von Verteidigungsministers Choudhry Mukhtar Ahmed auch Masood Afzhar, der Chef der Terrorgruppe Jaish-e-Mohammad (JeM).

Die pakistanischen Behörden verhörten den angeblichen Chefplaner der Anschläge von Bombay: Zaki-ur-Rehman Lakhvi, ein Führungsmitglied von Lashkar-e-Taiba, war ebenfalls am Samstag in der zentralpakistanischen Provinz Punjab festgenommen worden.

Aussagen eines Terroristen

Indischen Medienberichten zufolge hatte der einzige überlebende Angreifer der Anschläge von Bombay Lakhvi als Chefplaner bezeichnet. Bei der Anschlagsserie waren Ende November amtlichen Angaben zufolge 172 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen neun Angreifer.

Indien hatte Pakistan eine Liste mit Verdächtigen ausgehändigt, deren Auslieferung es fordert. Andernfalls drohte Neu Delhi mit Vergeltungsmassnahmen. Pakistans Aussenminister drohte für den Fall einer Grenzüberschreitung mit Krieg.

(fest/sda)

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