Papandreou muss eine neue Regierung bilden

Papandreou berät mit Staatspräsidenten über weiteres Vorgehen

publiziert: Samstag, 5. Nov 2011 / 11:00 Uhr
Karolos Papoulias, Staatspräsident Griechenland
Karolos Papoulias, Staatspräsident Griechenland

Athen - Nach dem gewonnenen Vertrauensvotum will sich der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Samstagvormittag (1100 MEZ) mit Staatspräsident Karolos Papoulias treffen. Papandreou will ihn über seine Absicht informieren, eine neue Regierung zu bilden, die von mehreren Parteien unterstützt wird.

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Die Sondierungen sollen sofort beginnen. Die wichtigste Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) lehnte eine Beteiligung an der geplanten neuen Regierung ab. Die einzige Lösung seien Neuwahlen sagte Parteichef Antonis Samaras nach der Vertrauensabstimmung.

Papandreou hatte in der Nacht zum Samstag nach einer mehrstündigen emotional geladenen Debatte im griechischen Parlament das Vertrauen der Abgeordneten erhalten und blieb damit vorerst an der Macht. Faktisch steht Griechenland damit nach der Vertrauensabstimmung da, wo es am Tag zuvor stand: Vor dem Abgrund, urteilte die griechische Presse übereinstimmend am Samstag.

Mitarbeiter von Oppositionschef Samaras sagten am Samstag, er habe einen Vorschlag für die Bildung einer Expertenregierung gemacht, die nur für wenige Wochen das Land aus der Krise führen solle und danach sollten Neuwahlen stattfinden.

Papandreou habe gar nicht darüber verhandelt, hiess es. «Wir haben praktisch eine neue verschleierte Regierung Papandreou», sagte ein enger Mitarbeiter von Samaras.

(asu/sda)

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