Paris hält Krieg mit Iran für möglich

publiziert: Montag, 17. Sep 2007 / 19:34 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Sep 2007 / 11:56 Uhr

Paris/Teheran/Berlin/Wien - Im Atomstreit mit dem Iran hat Frankreich vor der Gefahr eines Krieges gewarnt. Deutschland bekräftigte das Festhalten an einer diplomatischen Lösung. Auch IAEA-Chef el Baradei sprach sich gegen den Einsatz von Gewalt aus.

François Fillon versuchte heute, die Wogen zu glätten.
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Auch Frankreichs Regierungschef François Fillon ruderte zurück. Es müsse alles unternommen werden, um einen Krieg mit dem Iran zu vermeiden, sagte er.

Einen Tag zuvor hatte sein Aussenminister Bernard Kouchner in einem Interview erklärt, Frankreich müsse sich auf einen Krieg gegen den Iran einstellen. «Man muss sich auf das Schlimmste vorbereiten», sagte Kouchner am Sonntagabend dem Fernsehsender LCI in einem Interview. Das sei der Krieg.

Für den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed el Baradei, kann der Einsatz von Gewalt nur dann ins Auge gefasst werden, wenn alle anderen Alternativen ausgeschöpft sind. Er glaube nicht, dass dies bereits der Fall sei, sagte er am Rande der IAEA-Generalkonferenz in Wien.

Parallelen zum Irakkrieg

Die Art, wie der Atomstreit aufgebauscht werde, erinnere ihn an die Zeit unmittelbar vor dem Irak-Krieg, als es um Massenvernichtungswaffen ging, die später nie gefunden wurden.

Deutschland dämpfte Sorgen vor einem Krieg im Atomkonflikt mit dem Iran. Dass Frankreich einen Militäreinsatz nicht ausschliesse, zeige lediglich, «wie ernst unsere Freunde die Lage einschätzen», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums. «Es wäre völlig falsch, von Kriegsdrohungen zu sprechen.»

(fest/sda)

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