Personenfreizügigkeit: Ja-Seite weiterhin leicht vorn

publiziert: Mittwoch, 28. Jan 2009 / 17:17 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Jan 2009 / 17:49 Uhr

Bern - Auch die zweite Umfrage der SRG SSR idée suisse über die Personenfreizügigkeits-Vorlage zeigt einen leichten Vorsprung für die Befürworter. Diese haben aber weiterhin keine gesicherte Mehrheit, weshalb der Ausgang der Abstimmung offen bleibt.

Das Schweizer Volk ist geteilt: 43 Prozent haben Angst vor einer Invasion aus dem Osten.
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Hätte die Abstimmung über die Personenfreizügigkeit am letzten Wochenende stattgefunden, so hätten 50 Prozent mit Ja gestimmt. 43 Prozent hätten die Vorlage abgelehnt. 7 Prozent waren noch unentschlossen.

Die SRG-Umfrage über die Weiterführung der Personenfreizügigkeit und deren Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien wurde zwischen dem 19. und 24. Januar 2009 vom Forschungsinstitut gfs.bern bei 1211 stimmberechtigten Personen in allen Landesteilen durchgeführt.

Gegenüber der ersten Befragung von Ende Dezember/Anfang Januar legten beide Lager leicht zu: die Nein-Seite um 3 Prozent und die Ja-Seite um 1 Prozent. Die Politikwissenschafter von gfs.bern halten fest, die letzten Tage im Abstimmungskampf seien entscheidend für den Ausgang der Abstimmung am 8. Februar.

Linke für die Vorlage

In der zweiten Befragung fällt auf, dass die Wählerschaften der grössten Parteien durchwegs und noch deutlicher als zuvor den jeweiligen Parolen folgen. Am stärksten für die Vorlage spricht sich nun die SP-Basis mit 84 Prozent Ja aus, gefolgt von den Grünen mit 81 Prozent.

Die FDP-Wählerschaft steht mit 73 Prozent hinter der Vorlage und jene der CVP mit 64 Prozent. Auf der Gegenseite unterstützen die SVP-Wählenden die Nein-Parole ihrer Partei jetzt mit 84 Prozent, in der ersten Befragung waren es noch 70 Prozent gewesen.

Ablehnung in der italienischsprachigen Schweiz

In der französischsprachigen Schweiz zeichnet sich eine Zustimmung ab, auch wenn sich gegenüber der ersten Befragung die Ja-Anteile verringert haben und die Nein-Anteile gestiegen sind. In der italienischsprachigen Schweiz überwiegt weiterhin die Ablehnung.

Ein gespaltenes Bild zeigt sich weiterhin in der Deutschschweiz. Mit 48 Prozent Ja und 45 Prozent Nein stehen sich Befürworter und Gegner fast gleich stark gegenüber. Die erste Befragung hatte 47 Prozent Ja und 44 Prozent Nein ergeben.

(fest/sda)

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