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Physik-Nobelpreis 2014 geht an drei Leuchtdioden-Forscher aus Japan

publiziert: Dienstag, 7. Okt 2014 / 12:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Okt 2014 / 15:23 Uhr
Die Nobelpreise sind mit je acht Millionen schwedischen Kronen (rund 1'060'000 Franken) dotiert. (Symbolbild)
Die Nobelpreise sind mit je acht Millionen schwedischen Kronen (rund 1'060'000 Franken) dotiert. (Symbolbild)

Stockholm - Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die Japaner Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura für die Entwicklung blaues Licht emittierender Dioden (LED), die helle und energiesparende Lichtquellen ermöglichen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit.

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"Mit LED-Lampen haben wir nun effizientere und langlebigere Alternativen zu älteren Lichtquellen", schrieb die Akademie in ihrer Begründung. "Im Geiste Alfred Nobels zeichnet der Preis eine Erfindung aus, die der Menschheit wahrhaft grössten Nutzen bringt."

Als die Preisträger in den 1990er Jahren Halbleitern helle blaue Lichtstrahlen entlockten, habe das die Beleuchtungstechnologie umgekrempelt, schreibt die Akademie weiter. Rote und grüne Dioden gab es schon lange, aber mit blauem Licht konnte man nun weisse Lampen herstellen.

Licht für das 21. Jahrhundert

Die Umsetzung blieb dreissig Jahre lang eine Herausforderung. Die drei Forscher hatten jedoch Erfolg. "Ihre Erfindungen waren revolutionär. Glühlampen beleuchteten das 20. Jahrhundert, das 21. Jahrhundert wird von LED-Lampen beleuchtet werden", lobt die Akademie.

LED-Lampen könnten ausserdem das Leben von 1,5 Milliarden Menschen weltweit verbessern, die keinen Zugang zum Stromnetzwerk haben. Dank ihres geringeren Energieverbrauchs könnten sie mit günstigem lokalen Sonnenstrom betrieben werden.

Isamu Akasaki forscht heute an der Meijo und der Nagoya Universität in Japan, Hiroshi Amano an der Nagoya Universität und Shuji Nakamura an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara.

"Wie Elementarteilchen eine Masse erhalten"

Im Vorjahr war die Auszeichnung an den belgischen Physiker François Englert und seinen britischen Kollegen Peter Higgs gegangen "für die Theorie, wie Elementarteilchen eine Masse erhalten". Damit sagten sie die Existenz des Higgs-Teilchens vorher. Ihre Theorie wurde durch dessen Entdeckung im Jahr 2012 am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf weitgehend bestätigt.

Den Medizin-Nobelpreis hatten am Montag der US-britische Neurologe John O'Keefe und das norwegische Ehepaar May-Britt und Edvard Moser für die Entdeckung von Hirnzellen bekommen, die ein inneres Navigationssystem im Gehirn bilden.

Die Nobelpreise sind mit je acht Millionen schwedischen Kronen (rund 1'060'000 Franken) dotiert. Sie werden am Alfred Nobels Todestag, dem 10. Dezember, feierlich verliehen.

(flok/sda)

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