Polen erweist Kaczynski die letzte Ehre

publiziert: Sonntag, 18. Apr 2010 / 16:46 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 18. Apr 2010 / 17:58 Uhr

Krakau/Warschau - Mit einem Staatsbegräbnis für den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski sind die Trauerzeremonien zu Ende gegangen. Zehntausende Polen nutzten noch einmal die Gelegenheit, von ihrem Präsidenten Abschied zu nehmen.

Lech Kaczynski: Königsbegräbnis trotz Kritik.
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Zum Staatsbegräbnis in Krakau hatten sich ursprünglich auch zahlreiche Präsidenten, Regierungschefs und gekrönte Häupter angesagt. Doch wegen der Sperrung weiter Teile des europäischen Luftraums sagten über 40 von ihnen ihre Teilnahme am Begräbnis kurzfristig ab, darunter US-Präsident Barack Obama und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.

Unbeeindruckt von der Aschewolke traf dagegen der russische Präsident Dmitri Medwedew mit einer Sondermaschine in Krakau ein. Auf den russischen Präsidenten, dessen Land eine schwierige Vergangenheit mit Polen hat, richteten sich heute Sonntag die Augen vieler Polen.

Medwedew: Verbundenheit durch Trauer

Im Gespräch mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk sagte Medwedew vor der Messe, die Trauer habe beide Nationen verbunden. Auch künftig sei das russische Volk bereit zur Zusammenarbeit. Medwedew legte in der Marienkirche einen Strauss roter Rosen nieder und zündete eine Kerze an.

Die Trauerzeremonie begann am Sonntag mit Gedenkminuten und Sirenengeheul in ganz Krakau. Nach einer Messe in der prächtigen Marienkirche sollten die Särge dann zur Wawel-Burg gebracht werden. Dort sollte das Paar in einem Sarkophag in der Gruft der Wawel-Kathedrale an der Seite von polnischen Königen und Nationalhelden die letzte Ruhe finden.

Umstrittener Begräbnisort

Dass der erzkonservative Präsident Kaczynski auf dem Burgberg Wawel, der ehemaligen Königsresidenz in Krakau und einem der bedeutendsten nationalen Symbole, zur letzten Ruhe gebettet wird, ist umstritten. Kritiker argumentieren, dass er nicht neben Königen und Nationalhelden beerdigt werden sollte.

Kaczynskis Maschine war bei Smolensk in Westrussland bei dichtem Nebel abgestürzt. Es wird vermutet, das ein Pilotenfehler die Ursache war.

(fest/sda)

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