Immer mehr Lenker schreiben SMS am Steuer

Polizei entzieht immer mehr Ausweise wegen SMS-Schreibens am Steuer

publiziert: Dienstag, 12. Feb 2013 / 13:42 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Feb 2013 / 07:38 Uhr
Weil immer mehr Autofahrer sich während der Fahrt ablenken lassen, greifen die Behörden durch. (Symbolbild)
Weil immer mehr Autofahrer sich während der Fahrt ablenken lassen, greifen die Behörden durch. (Symbolbild)

Bern - Schnell eine SMS schreiben oder das Navi bedienen: Weil immer mehr Autofahrer sich während der Fahrt ablenken lassen, greifen die Behörden durch.

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Tausende Autolenker haben 2012 ihren Führerschein abgeben müssen, weil sie beim Fahren ein Smartphone oder Navigationsgerät bedient haben. Der Bund stellte eine Steigerung um fast sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr fest.

Mit 10'232 Fällen im vergangenen Jahr nahmen die Fälle von Ausweisentzügen wegen Ablenkung und Unaufmerksamkeit nach einem Rückgang im vergangenen Jahr wieder zu, wie das Bundesamt für Strasse (ASTRA) am Dienstag mitteilte. Das Phänomen dürfte auf die stärkere Verbreitung von Smartphones zurückzuführen sein, wie es beim ASTRA auf Anfrage heisst.

Wer erwischt wird, wenn er am Steuer eine SMS oder E-Mail tippt oder das Navigationsgerät bedient, muss den Ausweis in der Regel abgeben. Auch eine Ablenkung durch Essen kann zu einem Entzug führen. Für ein Telefongespräch am Steuer droht eine Ordnungsbusse.

Insgesamt verharrte die Zahl der Ausweisentzüge aber praktisch auf dem Vorjahresniveau, wie aus der Statistik für 2012 hervorgeht. Es mussten total 76'196 Lenkerinnen und Lenker ihr «Billett» abgeben. Das sind 717 oder 0,9 Prozent weniger als 2011.

Die tendenzielle Abnahme der Führerausweisentzüge zeigt nach Ansicht des ASTRA, dass die Verschärfung des Rechts wirkt. Es habe offenbar eine präventive Wirkung entfaltet. Verschärft wurden 2005 beispielsweise die Sanktionen für Wiederholungstäter: Bei ihnen wird die Ausweis-Entzugsdauer stufenweise verlängert.

Rückgang bei Tempoüberschreitungen

Die meisten Autofahrer erwischt es nach wie vor wegen zu schnellen Fahrens. Mit 30'863 Fällen nahmen diese Entzüge jedoch um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. Noch vor zwei Jahren wurden fast 5000 Ausweise mehr wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit entzogen.

Am zweithäufigsten entzogen die Behörden alkoholisierten Lenkern den Ausweis. Die Zahl der Entzüge, zu denen es ab 0,8 Promille Alkohol kommt, nahm mit 17'105 leicht ab. Die Verwarnungen bei einem Alkoholgehalt von 0,5 bis 0,79 Promille nahmen um 4,5 Prozent auf 6084 Fälle ab.

Wiederum musste die Polizei mehr Junglenkern deren Ausweis auf Probe annullieren. Die Zahl der Fälle stieg von 1625 auf 1760 (+8,3 Prozent). Die Altersgruppe von 20 bis 29 Jahre ist mit fast einem Drittel auch für die meisten Ausweisentzüge verantwortlich.

Aufgrund der neuen Regeln wurden auch wiederum deutlich mehr verkehrspsychologische Untersuchungen durchgeführt, um abzuklären, ob eine Person die charakterliche Eignung zum sicheren Fahren aufweist. Mit 4098 Untersuchungen stieg die Zahl um knapp 17 Prozent.

(hä/sda)

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