Hackerangriffe von «ganz neuer Qualität»

Postfinance soll Strafanzeige einreichen

publiziert: Samstag, 11. Dez 2010 / 09:59 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Dez 2010 / 19:04 Uhr
Kundendaten sollen durch den Hackerangriff keine gefährdet worden sein.
Kundendaten sollen durch den Hackerangriff keine gefährdet worden sein.

Bern - Für den Beauftragten für Informatiksicherheit des Bundes hat die jüngste Serie von Angriffen auf Internetseiten - wie diejenige von Postfinance - eine «ganz neue Qualität» erreicht. Besonders beängstigend: Bei solch «primitiven» Angriffen könne jeder mitmachen.

4 Meldungen im Zusammenhang
«Ich habe noch nie erlebt, dass ein Angriff so schnell organisiert werden konnte», sagte Pascal Lamia, Leiter der Melde- und Analysestelle Informatiksicherheit des Bundes (MELANI) in einem Interview mit «Der Bund» und «Tages-Anzeiger» vom Samstag. Dabei könne jeder mitmachen, «ohne ein Fünkchen IT-Wissen».

Die Angriffe auf die Postfinance-Website seien auch von «ein paar Dutzend» Nutzern aus der Schweiz ausgegangen. Denn das Programm zur Teilnahme am sogenannten Distributed-Denial-of-Service-Angriff sei auch von Schweizer IP-Adressen heruntergeladen und eingesetzt worden.

Die Ermittlungsbehörden könnten aber nur aktiv werden, wenn eine Strafanzeige vorliege, betonte Lamia. Der MELANI-Leiter plädierte dafür, dass Postfinance eine Strafanzeige einreichen sollte. «Die Polizei hätte dann die Möglichkeit, anhand der Log-Einträge herauszufinden, welcher Schweizer Computer am Angriff gegen Postfinance beteiligt war.»

Hackerangriff ist kein Spiel

Es sei wichtig, mit einer Strafanzeige ein Zeichen zu setzen. «Wer einfach aus Neugierde mitgemacht hat, muss wissen, dass ein solcher Hackerangriff kein Spiel ist.» Und verzichte Postfinance auf eine Anzeige, sei dies, «als ob die Polizei Geschwindigkeitskontrollen machen, aber keine Bussen verteilen würde.»

Ob die Postfinance eine Strafanzeige einreiche, werde gegenwärtig im Rahmen der juristischen Aufarbeitung des Falles abgeklärt, sagte Sprecher Alex Josty auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Wann dieser Entscheid fällt, ist ebenfalls offen.

Die Angriffe auf das Internetportal von Postfinance waren eine Reaktion von Wikileaks-Anhängern auf eine Sperrung eines Spendenkontos für Wikileaks-Gründer Julian Assange. Laut Postfinance waren aber zu keinem Zeitpunkt Kundendaten oder Zahlungen gefährdet. Den Aktivisten gelang es aber, den Zugriff auf das Portal teilweise lahmzulegen.

 

 

(fkl/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Politik und Justiz sind sich in der Beurteilung der ... mehr lesen
Hauptsitz der PostFinance in Bern.
Bundesrätin Doris Leuthard: Keinen Druck ausgeübt.
Bern - Ob Postfinance im Zusammenhang mit Informationen über das Spendenkonto von Wikileaks-Gründer Julian Assange das Postgeheimnis verletzt hat, hat das UVEK abzuklären. Das sagte ... mehr lesen
San Francisco - Anhänger von ... mehr lesen
Die Seite von Postfinance war überlastet.
Was wurde gehakt ?
Postfinance wurde ja nur lahmgelegt und nicht gehakt. Und wenn sie bei Postfinance,ach so das Gesetzt beachten, sollten sie mal andere Konten bei Postfinance anschauen, die von wircklich kriminellen Organisationen.
Premium Website Ranking
GLOBONET GmbH
Toggenburgerstrasse 26
9500 Wil SG
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit dem Internet verbunden werden kann, muss über Funktionen verfügen, die den Schutz von Personendaten gewährleisten.
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit ...
Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Benutzerinnen und Benutzer besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des BAKOM über Fernmeldeanlagen (VFAV) erhöhen die Cybersicherheit von bestimmten, auf dem Schweizer Markt erhältlichen, drahtlosen Geräten wie Smartphones, Smartwatches, Fitness-Trackern und drahtlosen Spielzeugen. Die Revision tritt am 1. September 2022 in Kraft. mehr lesen 
Publinews Die Suche des Domainnamens stellt eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Denn ob und wie schnell eine Seite im Internet gefunden wird, hängt nicht ... mehr lesen  
Eine gute Domain ist einfach zu merken.
Gemeinsam, nicht einsam.
Publinews Einsamkeit ist keine Frage des Alters. Ohne soziale Kontakte kann das Leben zur Herausforderung ... mehr lesen  
Publinews SEO ist ein permanenter Prozess, bei welchem es keine Pause gibt. Die SEO Sichtbarkeit hat einen grossen Einfluss auf den ... mehr lesen  
Das Ranking bei Google ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen.
Zukunftsvision: Drohnenschwärme könnten auch im Weltraum zum Einsatz kommen, etwa bei einer künftigen Mars-Mission.
eGadgets Ein Drohnenschwarm für Bauarbeiten und Reparaturen Ein internationales Forschungsteam um den ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 9°C 12°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 10°C 12°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wechselnd bewölkt
St. Gallen 8°C 10°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 9°C 12°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 10°C 13°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Genf 9°C 14°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Lugano 11°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten