«Präventive» Atomangriffe gegen Terroristen?

publiziert: Sonntag, 11. Sep 2005 / 13:54 Uhr

Washington - Im Pentagon wird derzeit der Entwurf einer neuen Verteidigungsdoktrin geprüft, die «präventive» Atomangriffe empfiehlt.

Noch hat der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld das Papier nicht gebilligt.
Noch hat der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld das Papier nicht gebilligt.
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Das Dokument sei seit dem 15. März im Umlauf und in Reaktion auf die neue Weltlage seit dem 11. September 2001 erstellt worden, sagte ein ranghoher Beamter des Ministeriums der Nachrichtenagentur afp in Washington.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe das Papier bisher nicht gebilligt.

Extremistengruppen als Zielscheibe

Der Entwurf, der der Nachrichtenagentur afp als Kopie vorlag, empfiehlt einen präventiven Atomangriff vor allem auf Staaten oder Extremistengruppen, die einen Angriff mit Massenvernichtungswaffen auf die USA, verbündete Kräfte oder die Zivilbevölkerung planen.

Der Einsatz von Nuklearwaffen könne aber auch zur Beschleunigung des Endes konventioneller Kriege beschlossen werden, oder «um den Erfolg von US- und multinationalen Operationen zu gewährleisten».

Auch gegen Staaten vorgehen

Ferner sollten die USA unter Umständen auch gegen Staaten mit Atomwaffen vorgehen, die versuchen, ABC-Waffen an Extremistengruppen weiterzureichen.

Die Doktrin würde das Pentagon zudem ermächtigen, Atomwaffen in allen Regionen der Welt zu stationieren, in der ihr Einsatz am ehesten gefragt sein könnte. Die Truppen und ihre Kommandanten müssten im Umgang mit den Nuklearwaffen ständig auf dem Laufenden gehalten werden.

(bsk/sda)

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