Briefpapier-Affäre beschäftigt Regierungsrat

Privatbeschwerde auf amtlichem Briefpapier

publiziert: Donnerstag, 23. Dez 2010 / 23:56 Uhr

Aarau - Grossen Ärger hat sich ein Aargauer Staatsangestellter eingehandelt, der eine private Beschwerde auf Behördenpapier und in einem offiziellen Kuvert des Kantons verschickt hatte. Sogar der Regierungsrat musste sich nun mit dem Fall beschäftigen.

Falsches Papier.
Falsches Papier.
Der geständige Mitarbeiter des Departementes Volkswirtschaft und Inneres (DVI) kassierte einen Rüffel. Wie im Personalgesetz vorgesehen, erhielt er eine schriftliche Mahnung, weil er offizielles Briefpapier inoffiziell nutzte.

Ein weiterer Verstoss könnte dem Staatsangestellten den Job kosten, wie aus der Stellungnahme des Regierungsrates vom Donnerstag zu einer Interpellation aus den Reihen der SVP-Parlamentsfraktion hervorgeht. Das Verhalten des Mitarbeiters sei «inakzeptabel».

Der bislang brave Staatsangestellte hatte auf Behördenpapier und in einem amtlichen Kuvert ausgerechnet eine private Beschwerde an den Gemeindepräsidenten von Däniken SO geschickt. Das Porto bezahlte er jedoch aus der eigenen Tasche.

Von der missbräuchlichen Nutzung des amtlichen Briefpapiers hatten die fünf Regierungsräte übrigens erst durch die schriftliche Anfrage im Grossen Rat erfahren. Gehandelt wurde zackig: «Der Vorfall wurde intern sofort untersucht und geklärt», hält die Exekutive fest.

(bert/sda)

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