Private US-Sicherheitsleute erschiessen erneut Zivilisten

publiziert: Mittwoch, 10. Okt 2007 / 07:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Okt 2007 / 22:09 Uhr

Bagdad - Im Irak hat die erneute Tötung von Zivilisten durch einen ausländischen Sicherheitsdienst für Wut und Empörung gesorgt. Die irakische Regierung verurteilte das Gebaren der betroffenen Firma Unity Resources Group (URG).

Unity Resources macht im Irak seit drei Jahren Geschäfte.
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Mitarbeiter der in Dubai ansässigen australisch geführten Sicherheitsfirma hatten am Dienstag in Bagdad auf ein Taxi gefeuert. Dabei wurden zwei Frauen getötet sowie eine Frau und ein Kind verletzt.

«Das Gesetz ist unsere Waffe gegen diese Firma und wir werden uns in Ruhe mit dieser Frage befassen», sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörden von Bagdad. Sie hätten eine Untersuchungskommission eingesetzt.

Laut Augenzeugen war die URG-Eskorte nach den Schüssen auf das Taxi weiter gefahren und hatte den durchlöcherten Wagen auf einer vielbefahrenen Strasse zurückgelassen.

URG erklärte, das Fahrzeug habe sich den Sicherheitskräften genähert und trotz wiederholter Warnzeichen nicht angehalten. Deshalb seien schliesslich Schüsse abgefeuert worden.

Schwere Vorwürfe

Bei einer Trauerfeier für die Todesopfer erhoben Geistliche und Trauergäste schwere Vorwürfe gegen URG. Sie sprachen von einem «barbarischen Verbrechen».

Vor dreieinhalb Wochen hatten Wachleute der US-Sicherheitsfirma Blackwater in Bagdad Augenzeugen zufolge mit wahllosen Schüssen 17 Zivilisten getötet. Nach Angaben der irakischen Regierung schossen die Wachleute völlig grundlos in die Menge.

Die in den neuen Vorfall verwickelte Sicherheitsfirma beschäftigt laut einer Internetseite des US-Aussenministeriums westliches Personal, darunter frühere Einsatzkräfte von Eliteeinheiten aus den USA, Grossbritannien und Australien. Die USA distanzierten sich von dem neuen Vorfall.

(bert/sda)

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