Pro-westliches Lager gewinnt Wahl in Libanon
publiziert: Montag, 8. Jun 2009 / 09:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Jun 2009 / 16:27 Uhr

Beirut - Bei der Parlamentswahl in Libanon hat sich das pro-westliche Lager überraschend gegen die islamistische Hisbollah durchgesetzt. Die Machtbestrebungen Syriens und von Iran in der Region erlitten damit einen herben Rückschlag.

Saad Hariri ist der Sohn des ermordeten Politikers Rafik Hariri.
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«Glückwunsch an den Libanon, Glückwunsch an die Demokratie, Glückwunsch an die Freiheit», rief der Chef des Bündnisses, Saad al-Hariri, in seiner Siegesrede in Beirut in der Nacht.

Die Schiitengruppen Hisbollah und Amal sowie deren christlicher Verbündeter Michel Aoun räumten die Niederlage ein. «Wir akzeptieren das Wahlresultat als Willen des Volkes», sagte ein hochrangiger Vertreter.

Das Ergebnis gilt vor allem für Aoun als schwerer Rückschlag, dessen christlicher Block die grösste christliche Fraktion im alten Parlament stellt. Er hatte gehofft, weiter die Stimme der Christen im Land zu bleiben.

Mehrheit der 128 Parlamentssitze

Nach offiziellen Angaben erhielt das pro-westliche Bündnis die Mehrheit der 128 Parlamentssitze. Ungefähr hundert der Sitze standen ohnehin schon fest - dank politischer Absprachen und weil Sunniten und Schiiten traditionell in festen Blocks abstimmen.

Der eigentliche Wahlkampf hatte sich daher auf die christlichen Gebiete konzentriert, wo Aoun unter anderem gegen die Partei des früheren Präsident Amin Gemayel stand.

Die rivalisierenden Lager streiten vor allem über die Rolle der Untergrundarmee der Hisbollah, die schlagkräftiger ist als die eigentliche libanesische Armee, und die Beziehungen zu Syrien, das die Geschicke des Libanon drei Jahrzehnte lang bis 2005 bestimmte.

Nach Einschätzung von Experten dürfte das Wahlergebnis auf eine weitere Regierung der Nationalen Einheit für den Zedernstaat hinauslaufen. Man geht allerdings davon aus, dass Ministerpräsident Fuad Siniora seinen Posten nicht behalten wird.

(smw/sda)

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