Prostitution über StudiVZ?
publiziert: Sonntag, 4. Mai 2008 / 13:32 Uhr

Immer wieder gerät das Studierendenverzeichnis StudiVZ unter Beschuss. Diesmal wirft ihm der Fernsehsender RTL vor, eine Plattform für Prostitution zu bieten.

Heisse Diskussionen um Studentinnen und Prostitution
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2 Meldungen im Zusammenhang
Alte Vorwürfe

Schon Ende 2006 warnte der ReferentInnenrat der Humboldt-Universität zu Berlin vor StudiVZ. «Der ReferentInnenrat verurteilt die Geschäftsmethoden des StudiVZ, die Missachtung der Datenschutz- und Persönlickeitsrechte sowie die Duldung sexistischer Gruppierungen. Wir fordern alle Studierenden zur Meidung des StudiVZ auf» stand damals in der Pressemitteilung.

Seither wurde die kostenlose Internetplattform mehrmals überarbeitet und optimiert, die meisten Vorwürfe konnten abgewiesen werden. Eine hohe Anzahl an Einstellungen sorgen für die Erhaltung der Privatsphäre, zudem werden offen sexistische oder rassistische Gruppen oder Profile gelöscht. Dennoch gerieten die Betreiber kürzlich erneut unter Beschuss.

Sex gegen Taschengeld

Der Fernsehsender RTL berichtete in der Sendung «Extra» über StudiVZ und testete die Möglichkeiten über diese Plattform, eine «schnelle Nummer» zu finden. Dazu wurde in einer ersten Etappe ein Lockvogel engagiert, die laut dem Sender nichts Weiteres tat, als ein Profil mit einigen sexy Fotos zu eröffnen. Nur wenige Tage später war ihr Mailkasten überflutet mit zweideutigen Nachrichten. Beim Versuch, sich zu Verabreden wurde sie allerdings zwei mal versetzt. In einer zweiten Etappe meldete sich ein Reporter bei einer Studentin, die Mitglied der Gruppe «Sex gegen Taschengeld» war. Für 150 Euro sei diese Studentin bereit gewesen mit ihm aufs Hotelzimmer zu gehen. Die Betreiber der Seite wehrten sich gegen die Vorwürfe von RTL und versprachen die entsprechende Gruppe zu löschen.

Alles fake?

Im Internet wird der TV-Beitrag heftig diskutiert. Ein User bemerkte auf «LoDis-Blog»: «RTL behauptet sie hat 115 Nachrichten erhalten ohne irgendetwas zu tun» wobei man ganz deutlich im Betreff 'RE: Hihi' sehen konnte. Ein Blick ins StudiVZ zeigt: Die besagten Gruppen wurden inzwischen tatsächlich gelöscht, dafür wurden Gruppen wie «Wir wollen 'Sex für Taschengeld' zurück»- «Scheiß RTL – Extra» oder auch «pro und contra Gruppe zum Thema: Bezahlter Sex bei StudiVZ». Zum Thema «Sex» finden sich im Ganzen über 300 verschiedene Gruppen. Ob die Sendung nun ein Fake war, oder ob die Vorwürfe gerechtfertigt sind, es wird bestimmt nicht das letzte mal sein, dass die erfolgreichste Website Deutschlands unter Beschuss gerät.

(von Marina Lienhard/studisurf.ch)

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