Proteste begleiten Auftakt von Bushs Europareise

publiziert: Freitag, 4. Jun 2004 / 23:16 Uhr

Rom - Begleitet von Protesten gegen den Irak-Krieg und deutlichen Ermahnungen des Papstes hat US-Präsident George W. Bush in Rom seine Europareise begonnen. Zehntausende zogen am Nachmittag durch die Strassen Roms und protestierten gegen Bush und den Krieg.

Demonstranten sprühen Anti-Bush-Parolen.
Demonstranten sprühen Anti-Bush-Parolen.
Papst Johannes Paul II. erneuerte bei einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush im Vatikan seine Kritik an der Irak-Politik der USA und verlangte eine schnellstmögliche Normalisierung in Irak.

Bagdad müsse seine Souveränitat bald wiedererlangen, forderte das 84 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche. Eine besonders wichtige Rolle würden dabei die Vereinten Nationen spielen, fügte Johannes Paul II. hinzu.

US-Orden für den Papst

Bush verlieh dem Papst bei der Privataudienz die Freiheitsmedaille, den höchsten zivilen Orden der Vereinigten Staaten. Der Papst sei ein starkes Symbol für Frieden und Freiheit, sagte Bush.

Rom war die erste Station auf der dreitägigen Europareise Bushs. Anlass ist der 60. Jahrestag der Befreiung Roms von den deutschen Besatzern und der Landung alliierter Truppen in der Normandie während des Zweiten Weltkrieges. Der Besuch wurde von Protesten und Strassenblockaden von Gegnern des Irak-Kriegs überschattet.

Am Nachmittag nahmen Zehntausende an einem Protestzug im Zentrum Roms teil. Sie marschierten hinter einer Banderole mit dem Schriftzug Nein zum Krieg, nein zu Bush. Ein grosses Polizeiaufgebot überwachte die überwiegend friedliche Kundgebung, zu der linke Gruppierungen aufgerufen hatten.

Gedenken der Opfer eines Nazi-Massakers

Nach dem Treffen mit dem Papst gedachte Bush zusammen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi der Opfer des Nazi-Massakers in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom. SS-Angehörige hatten im März 1944 in den Gängen des Steinbruchs 335 italienische Zivilisten erschossen, darunter viele Juden.

Nach einem Treffen mit US-Kriegsveteranen stand ein Abendessen mit Berlusconi auf dem Programm. Ein weiteres Treffen mit Berlusconi ist für Samstagvormittag vorgesehen. Anschliessend wird Bush nach Paris weiterreisen, um den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac zu treffen.

(fest/sda)

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