Schuppenflechte und nicht einzuordnende Dermatitis

Psychotherapie kann Hauterkrankungen heilen

publiziert: Montag, 3. Sep 2012 / 09:29 Uhr
Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Meta-Analyse Daten von 900 Probanden. (Symbolbild)
Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Meta-Analyse Daten von 900 Probanden. (Symbolbild)

Düsseldorf/Sheffield - Britische Forscher kommen nach der Analyse von 22 Studien zum Schluss, dass bei Hautproblemen eine psychologische Behandlung hilft.

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Erkrankungen wie Schuppenflechte und nicht einzuordnende Dermatitis werden bei Patienten besser, wenn sie eine Therapie hinter sich bringen, so die Experten der University of Sheffield. Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Meta-Analyse Daten von 900 Probanden.

Änderung der Lebensweise

Der Analyse nach bringen bestimmte Verhaltenstherapien eine Änderung der Lebensgewohnheiten mit sich und könnten auch eine positive Auswirkung auf Hauterkrankungen haben. «Es gibt zwar Hauterkrankungen psychosomatischen Ursprungs», sagt Günter Eckloff, Geschäftsführer des Instituts für Angewandte Psychologie und Psychosomatik, gegenüber pressetext. «Die Gründe für Hautkrankheiten sind jedoch mannigfaltig. Viele Erkrankungen sind ernährungsbedingt», sagt Eckloff.

Dem Fachmann nach verschwinden einige Hauterkrankungen durch eine Ernährungsumstellung. Auch Allergien hätten nicht zwingend etwas was mit der Psyche zu tun. «Flechten, die stressbedingt sind, sind psychosomatischen Ursprungs», sagt Eckloff. Aber äussere Umstände, wie Schadstoffe in der Luft oder das Konsumieren von zu viel Kaffee oder Zigaretten führen dazu, dass Menschen übersäuern. In diesen Fällen helfe starkes Schwitzen, weil dann Schadstoffe aller Couleur ausgeschieden werden.

Work-Life-Balance unumgänglich

Das Kernproblem der heutigen Gesellschaft sieht Eckloff in der oftmals gestörten Work-Life-Balance. Die Balance zwischen Freizeit und Arbeit sei nicht mehr gegeben. Darunter leide sowohl die Ernährung als auch der Stresspegel. «Was wir in diversen Studien festgestellt haben, ist eine latente Reizüberflutung - man ist ständig am Handy, muss ständig E-Mails checken - das überfordert die Menschen», sagt Eckloff.

Der Mensch brauche vielmehr einen gesunden Ausgleich zur Arbeit, muss Kontakte pflegen oder zum Sport gehen können. Ein überforderter Mensch könne demnach garantiert nicht schlafen, weil er seine Arbeit nicht schaffen konnte. Solche Situationen führen zu psychosomatischen Erkrankungen, die sich auch gerne an der Haut zeigen. Schliesslich sei diese immer noch der Spiegel der Seele.

(knob/pte)

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