Putin besucht demonstrativ abtrünnige georgische Provinz Abchasien

publiziert: Mittwoch, 12. Aug 2009 / 20:48 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Aug 2009 / 21:06 Uhr

Moskau - Ein Jahr nach dem Kaukasus-Konflikt hat der russische Ministerpräsident Wladimir Putin der abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien demonstrativ einen Besuch abgestattet. Dabei stellte er russische Hilfe in Aussicht.

Wladimir Putin besucht erstmals Abchasien.
Wladimir Putin besucht erstmals Abchasien.
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Putin legte am Mittwoch in der abchasischen Hauptstadt Suchumi einen Kranz an dem Ehrenmal nieder, das die Opfer des bewaffneten Konflikts zwischen abchasischen Unabhängigkeitskämpfern und der georgischen Armee in den Jahren 1992 und 1993 würdigt.

Bei öffentlichen Auftritten kündigte Putin an, Russland werde in nächster Zukunft bis zu 16 Milliarden Rubel (540 Mio. Franken) in den Aufbau moderner Grenzsicherungsanlagen und den Ausbau russischer Militärbasen investieren.

Garantierte Sicherheit

Putin sagte, die russischen Investitionen in die Grenzsicherung seien eine Garantie für die Sicherheit Abchasiens sowie auch Südossetiens. Zur Stützung des abchasischen Budgets werde Russland im aktuellen und im kommenden Staatshaushalt zudem je 2,5 Milliarden Rubel (84,4 Mio. Franken) aufwenden.

Ein Sprecher Putins hob hervor, dass es sich um Putins ersten Besuch in Abchasien handelte, seit Moskau Ende August 2008 die Unabhängigkeit des Gebietes anerkannt hatte.

In der Nacht zum 8. August 2008 hatte Georgien eine Offensive gestartet, um die Kontrolle über die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien zurückzugewinnen. Die georgischen Truppen wurden aber von russischen Soldaten zurückgeschlagen, die ihrerseits weit in georgisches Territorium vordrangen. Die Kämpfe dauerten fünf Tage. Am 26. August 2008 erkannte Russland Abchasien als unabhängigen Staat an.

(bert/sda)

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