Putzfrauen im Bundeshaus wollen streiken
publiziert: Dienstag, 31. Mrz 2009 / 17:58 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 31. Mrz 2009 / 18:58 Uhr

Bern - Eklat beim Bundespersonal: Die 400 Putzfrauen im Bundeshaus streiken während der Sommersession am 8. Juni. Sie fordern von Hans-Rudolf Merz, ihrem obersten Personalchef, das laufende Spar- und Reorganisationsprogramm zu stoppen.

Die Putzfrauen im Bundeshaus haben zuviel Arbeit. (Archivbild)
Die Putzfrauen im Bundeshaus haben zuviel Arbeit. (Archivbild)
Lege Merz bis zum 8. Juni keinen Marschhalt ein, blieben die Abfallkübel zum Beginn der letzten Sessionswoche abends ungeleert, teilte die Gewerkschaft VPOD mit. Diesen Entscheid fällte das Reinigungspersonal des Bundes an seiner Hauptversammlung vom Samstag.

Beschwerden nach Reorganisationsprojekt

Anlass für den Streik ist das seit drei Jahren laufende Spar- und Reorganisationsprojekt GERE 05. Dieses setze das Personal so sehr unter Druck, dass es die Arbeit nicht mehr mit der nötigen Sorgfalt machen könne, schreibt der VPOD weiter. Die Folge seien reihenweise Beschwerden.

Nun überlegt sich das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), bei dem derzeit das gesamte Putzpersonal angestellt ist, die Putzfrauen auf die einzelnen Departemente zu verteilen, wie BBL-Sprecherin Katja Lunau auf Anfrage sagte.

Privatisierung

Die Departemente und Ämter wollten die Angestellten aber nicht einfach übernehmen, befürchtet der VPOD. Sie überlegten sich stattdessen, die Putzarbeiten im Bundeshaus zu privatisieren.

Eine Privatisierung sei jedoch kein Thema, entgegnet Lunau. Ziel sei es, die Putzequipen flexibler einsetzen zu können. Ausserdem identifizierten sich diese mehr mit ihrer Arbeit, wenn sie nur für ein Departement tätig seien.

(fest/sda)

Putzfrauenstreik
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