Quälerei im Pflegeheim: Zürich untersucht Vorfälle

publiziert: Donnerstag, 26. Feb 2009 / 20:45 Uhr

Zürich - Die Stadt Zürich will in Erfahrung bringen, ob noch andere Personen von den am Dienstag bekannt gewordenen Vorfällen im Stadtzürcher Pflegeheim Entlisberg wussten. Sie hat deshalb eine Administrativ-Untersuchung eingeleitet.

Wussten weitere Personen von den Handy-Filmen?
Wussten weitere Personen von den Handy-Filmen?
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Das gab Kurt Meier, Direktor Pflegezentren der Stadt Zürich, am Abend in der Sendung «TalkTäglich» von «TeleZüri» sowie gegenüber dem Nachrichtenmagazin «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens SF bekannt.

«Es geht nicht nur um die drei Leute, die bereits entlassen wurden, sondern es geht um die ganze Abteilung», sagte Meier in der Sendung «10 vor 10».

Dabei gehe es um die Frage, ob noch weitere Personen von den Handy-Filmen wussten oder ob gar ein Kader-Mitarbeiter informiert war.

Entwürdigende Behandlung

Am Dienstag war publik geworden, dass Pflegende im Entlisberg betagte Bewohnerinnen und Bewohner nackt gefilmt, teils auch misshandelt und bestohlen hatten. Eine Anzeige von privater Seite hatte die Angelegenheit ins Rollen gebracht.

Darauf wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet. Bei den Ermittlungen geht es um die Herstellung und die Aufbewahrung verbotener Videoaufnahmen, um Diebstahl sowie um Körperverletzung und um Tätlichkeiten.

Vorwürfe gegen Fachpersonal

Die happigen Vorwürfe richten sich gegen fünf Mitarbeitende des grössten Stadtzürcher Pflegeheims. Drei von ihnen wurden fristlos entlassen. Es handelt sich um ausgebildete Personen, die seit einiger Zeit im Pflegeheim Entlisberg arbeiteten. Die Beschuldigten legten teilweise Geständnisse ab.

Das Pflegezentrum Entlisberg befindet sich im Quartier Zürich-Wollishofen. Erbaut im Jahre 1974, wurde es in den Jahren 2002 bis 2005 umfassend renoviert. Es bietet gut 330 Betten an.

(bert/sda)

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