Schutz vor Radon in Gebäuden

Radon: Schweiz am stärksten betroffen

publiziert: Montag, 25. Apr 2022 / 21:32 Uhr
In der Schweiz ist der Radonanteil mit rund 8 % bis 9 % fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Bild: Zermatt.
In der Schweiz ist der Radonanteil mit rund 8 % bis 9 % fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Bild: Zermatt.

Die Schweiz ist in Europa das am stärksten von Radon betroffene Land. Der Grund dafür sind die zerklüfteten Bergregionen rund um Jura und Alpen, sodass das radioaktive Edelgas leicht ins Freie dringen kann. Jährlich sterben rund 200 bis 300 Eidgenossen an den Folgen von Lungenkrebs, der durch Radon ausgelöst wird.

In Relation zu den 3.200 Opfern von Lungenkrebs in der Schweiz ist der Radonanteil mit rund 8 % bis 9 % fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Sehr hoch liegt ausserdem der Durchschnittswert von Radon in Wohnungen, der mit 75 Becquerel/m³ ebenfalls sehr viel höher als beim nördlichen Nachbarn liegt. In der Schweiz gilt als Referenzwert für Neubauten inzwischen ein Wert von 300 Bq/m³, nachdem dieser lange Zeit bei extrem hohen 1.000 Bq/m³ gelegen war. Bereits eine durchgehende Radonbelastung von 100 Bq/m³ erhöht die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, um etwa 11 % bis 16 %. Dies ist auch der Bedenklichkeitswert der WHO.

Haben Bewohner den Verdacht extremer Radonwerte im eigenen Haus, können sie mit Radonmessgeräten die Konzentration des Edelgases exakt bestimmen. Radonmessgeräte sind u. a. bei Radonova erhältlich: https://radonova.de/messgeraete/

Schwerstes Edelgas

Radon wuchert im Inneren des Erdreichs und kann über Spalten, Klüfte und poröse Gesteinsschichten in die Erdatmosphäre gelangen. Da sich das Edelgas in der Aussenluft rasch verflüchtigt, liegen die Radonkonzentrationen selten höher als 10 Bq/m³. Zum Problem wird Radon erst, wenn es über verschiedene Ritzen in das Haus gelangt.

Der Keller ist meist der erste Raum, mit dem das Edelgas in Berührung kommt. Da Radon als schwerstes aller Edelgase rund siebenmal schwerer als Luft ist, sammelt es sich zunächst im Kellerbereich an, kann dann aber über Türen, Rohre, Kabeldurchführungen und andere undichte Stellen in die oberen Etagen gelangen. Der Kamineffekt verstärkt diesen Prozess, sodass die Radonwerte im Winter am höchsten sind.

Radioaktive Strahlung verursacht Lungenkrebs

Für die Gefahr sind die radioaktiven Zerfallsprozesse von Radon verantwortlich. Radon geht aus Uran und Radium hervor und zerfällt weiter in die ebenfalls radioaktiven Produkte Blei, Polonium und Wismut. Diese drei Nuklide machen die eigentliche Gefahr von Radon aus.

Wird Radon eingeatmet, was in der Regel über Aerosole geschieht, lösen sich Blei, Polonium und Wismut und setzen dem weichen und empfindlichen Lungengewebe mit ihrer Alphastrahlung schwer zu. Die Alphastrahlung, für die eine geringe Eindringtiefe und schwere Bestrahlungsstärke typisch ist, hat genügend Kraft, um das Erbgut der Lungenzellen so zu schädigen, dass sich Krebszellen als Folge von Mutationen bilden.

Radonschutz beginnt mit Durchlüftung

Bei Radon besteht zunächst das Problem, dass das radioaktive Edelgas leicht im Haus gefangen bleibt und sich immer mehr ansammelt. Dem kann zunächst mit einer systematischen Durchlüftung entgegengewirkt werden. Experten empfehlen dafür ein mindestens dreimaliges Stoss- oder Querlüften ab jeweils 10 Minuten im Sommer und 5 Minuten im Winter.

Das Fenster dauerhaft auf Kippe stellen, wie dies früher gern gemacht wurde, reicht nicht aus, weil der Luftaustausch auf diese Weise zu gering ist. Wer auf ein ständiges Fensteröffnen verzichten möchte, kann sich alternativ eine Lüftungsanlage im Haus einrichten, wie dies im Sinne energieeffizienter Dämmungen immer öfter in Gebäuden praktiziert wird.

Schutz und Vertreibung

Neubauten werden nach heutigen Standards mit einem sicheren Fundament gebaut, das nicht nur für Feuchtigkeit undurchdringlich ist, sondern auch für Radon. Fachleute sprechen hierbei von der Weissen Wanne auf Grundlage von BU-Beton und von der Schwarzen Wanne auf Basis des ölhaltigen Materials Bitumen. BU-Beton und Bitumen sind somit geeignete Materialien, um sämtliche Einfallstellen für Radon zu verschliessen, die mithilfe eines Radonmessgeräts ermittelt wurden.

Die Verdichtung des Gebäudes geschieht auf zweifache Weise, einerseits vom Untergrund zum Keller und andererseits vom Keller bis zu den oberen Wohnbereichen. Schliesslich lässt sich Radon gut aus dem Haus vertreiben, indem es mit einem Radonbrunnen oder einer Radondrainage abgesaugt wird.

(fest/pd)

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