Raketen aus dem Gazastreifen - Israel stellt Forderung

publiziert: Mittwoch, 28. Jan 2009 / 23:24 Uhr

Jerusalem - Israel macht ein Ende der Blockade des Gazastreifens von der Freilassung des von Hamas-Aktivisten entführten Soldaten Gilad Schalit abhängig. Das sagte Ministerpräsident Ehud Olmert bei einem Treffen mit dem neuen US-Nahost-Gesandten George Mitchell.

Der israelische Soldat Gilad Schalit wurde am 25. Juni 2006 entführt und seitdem von der Hamas als Geisel festgehalten.
Der israelische Soldat Gilad Schalit wurde am 25. Juni 2006 entführt und seitdem von der Hamas als Geisel festgehalten.
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Derzeit habe man die Übergänge für Hilfslieferungen geöffnet. Ein vollständiges Ende der Blockade werde es aber nur geben, wenn der im Sommer vor zwei Jahren von Hamas-Kämpfern in den Gazastreifen verschleppte Schalit freikomme, sagte Olmert in Jerusalem.

Die israelische Regierung war innenpolitisch in die Kritik geraten, weil sie die sofortige Freilassung Schalits nicht schon zur Bedingung für eine sechsmonatige Waffenruhe mit der Hamas gemacht hatte.

Erstmals seit der Verkündung jener Waffenruhe ist der Süden Israels derweil wieder vom Gazastreifen aus mit Raketen beschossen worden. Das Geschoss schlug auf dem Gelände eines Kibbuz ein, wie ein israelischer Militärsprecher mitteilte. Über Schäden wurde nichts bekannt.

Israel hatte bei der Verkündung der Waffenruhe am 18. Januar mit scharfen Reaktionen gedroht, sollten militante Palästinenser erneut Raketen auf israelisches Gebiet abfeuern. Seit dem Ende der 22-tägigen israelischen Militäroperation gegen die in Gaza herrschende Hamas waren nach Angaben des Militärs lediglich rund ein Dutzend Granaten vom Gazastreifen nach Israel geschossen worden.

(fest/sda)

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