Ernte im Weltall

Raumfahrer erhalten erstmals auf ISS gezüchteten Salat

publiziert: Montag, 10. Aug 2015 / 23:12 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Aug 2015 / 00:06 Uhr
Die Zuchtanlage auf der Raumstation ISS.
Die Zuchtanlage auf der Raumstation ISS.

Moskau/Washington - Auf dem Speiseplan der Raumfahrer in der Internationalen Raumstation ISS steht erstmals dort angebautes Gemüse. US-Astronaut Scott Kelly habe den Salat am 8. Juli gesät, nun sei Erntezeit.

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Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Bisher war das in dem fliegenden Labor gewachsene Gemüse stets zur Untersuchung zur Erde gebracht worden. Analysen hätten ergeben, dass die auf der ISS gezüchteten Pflanzen für den Verzehr geeignet seien, teilte die NASA mit. Die Experimente sind Teil der Vorbereitung für einen Langzeitflug etwa zum Mars. Auf einer solchen Reise sollen sich Raumfahrer auch selbst versorgen.

Der amerikanische Astronaut Kelly und seine Kollegen waren begeistert über den Salat, der rund 30 Tage im All in einer Art Schachtel gewachsen war. Möglich gemacht hatte das Experiment zudem ein spezielles Bewässerungssystem. "Es schmeckt gut", sagte Kelly über das Gemüse.

Am Montag montierten zudem zwei Kosmonauten bei einem rund fünfeinhalbstündigen Einsatz im freien Weltall Antennen und nahmen Staubproben von Solarzellen. Gennadi Padalka und Michail Kornijenko brachten bei den anstrengenden Aussenarbeiten in der Schwerelosigkeit auch am Modul "Swesda" (Stern) ein spezielles Geländer für künftige Einsätze an.

Bullauge geputzt

Die beiden Russen hätten alle vorgesehenen Aufgaben erfüllt und seien problemlos wieder in die Luken der ISS rund 400 Kilometer über der Erde eingestiegen, teilte die Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau am Montag mit.

"Die Kosmonauten haben die Sonnensegel auf mögliche Schäden durch Weltraumschrott und Mikrometeoriten untersucht und dann mit Pinselstrichen Proben von kosmischem Staub genommen", sagte ein Sprecher. Padalka und Kornijenko reinigten zudem ein Bullauge und fotografierten einige Stellen der ISS-Aussenhaut. Sie entfernten auch eine zehn Jahre alte Antenne. Auf dem Aussenposten der Menschheit arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.

(fest/sda)

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