Raumschiff beim Andocken an ISS verschwunden

publiziert: Freitag, 2. Jul 2010 / 22:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Jul 2010 / 16:14 Uhr
Progress 37 hat am 1. Mai 2010 noch erfolgreich angedockt. (Archivbild)
Progress 37 hat am 1. Mai 2010 noch erfolgreich angedockt. (Archivbild)

Moskau - Ein unbemanntes russisches Frachtraumschiff ist beim Andocken an die Internationale Weltraumstation (ISS) am Freitag ausser Kontrolle geraten. Der Raumfrachter «Progress 38» habe die ISS bei seinem Anflug verfehlt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Freitag mit.

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Die Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf die russische Weltraumkontrollstation, das Raumschiff bewege sich von der Station weg. Laut dem ISS-Kommandanten Alexander Skwortsow geriet der Frachter nach dem misslungenen Manöver ins Trudeln und verschwand aus dem Blickfeld der Besatzung.

Der ungewöhnliche Vorfall habe keine Gefahr für die sechsköpfige Besatzung der Raumstation dargestellt, sagte eine NASA-Sprecherin. Die Ursache für das gescheiterte Andockmanöver sei nicht bekannt, Ingenieure arbeiteten an einer Lösung.

Keine «Notfallsituation»

Während es beim automatischen Andock-System relativ häufig zu technischen Ausfällen kommt, ist es allerdings selten, dass ein Andock-Versuch völlig fehlschlägt.

Dennoch handle es sich nicht um eine «Notfallsituation», teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Das unbemannte Raumschiff sei nun unter Kontrolle und befinde sich rund drei Kilometer von der Raumstation entfernt. Ein weiterer Andock-Versuch soll womöglich am Sonntag gewagt werden.

Der Transporter war am Mittwoch ins All gestartet und soll rund zweieinhalb Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung auf die ISS bringen.

(bert/sda)

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