Rechte in Niederösterreich sind heimliche Sieger

publiziert: Sonntag, 9. Mrz 2008 / 19:28 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Mrz 2008 / 21:24 Uhr

St. Pölten - Die österreichischen Sozialdemokraten von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer haben bei der Landtagswahl in Niederösterreich eine schwere Schlappe erlitten. Die konservative Volkspartei (ÖVP) konnte ihre absolute Mehrheit leicht ausbauen.

Erwin Pröll von der ÖVP dürfte im Amt bestätigt werden.
Erwin Pröll von der ÖVP dürfte im Amt bestätigt werden.
2 Meldungen im Zusammenhang
Eindeutiger Wahlsieger war aber die rechte Freiheitliche Partei. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis konnte sie ihren Stimmenanteil von 2003 mehr als verdoppeln und die Grünen als dritte Kraft im Landtag von St.Pölten überholen.

Die Wahl in dem traditionell «schwarzen» Bundesland galt als wichtiger erster Stimmungstest nach der Nationalratswahl 2006 und monatelangen Querelen in der grossen Wiener Koalition von SPÖ und ÖVP.

«Bitterer Sonntag» für Gusenbauer

Die Sozialdemokraten verloren insgesamt 7,9 Prozentpunkte und kommen im Landtag von St. Pölten nur noch auf 25,7 Prozent und 15 Mandate (-4).

Der SPÖ-Bundesvorsitzende Gusenbauer sprach von einem «bitteren Sonntag» und nannte das schlechte Abschneiden seiner Partei am Abend «äusserst schmerzhaft».

Jubel gab es bei der Volkspartei. Die ÖVP konnte ihre absolute Mehrheit von 2003 mit 54,3 Prozent (plus 1 Prozent / 31 Sitze) noch ausbauen. Agrarminister Josef Pröll, ein Neffe des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll, sprach von einem «überzeugenden Ergebnis für Erwin Pröll und die ÖVP».

FPÖ stellt einen Minister

Unerwartet hoch fielen die Gewinne der rechtsgerichteten Freiheitlichen Partei (FPÖ) aus, die ihren Stimmenanteil von bisher 4,5 Prozent mehr als verdoppelte und bei 10,5 Prozent künftig mit sechs Abgeordneten (+4) im Landtag sitzt. Die FPÖ stellt damit künftig auch einen Minister in der Landesregierung.

Die Grünen, die im Wiener Nationalrat in der Opposition sitzen, enttäuschten mit 6,9 Prozent (-0,4 Prozent). Wahlberechtigt waren rund 1,4 Millionen. Das vom Kärntner Rechtspopulisten Jörg Haider gegründete BZÖ-Bündnis erzielte mit 0,7 Prozent ein katastrophales Ergebnis.

(tri/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wien - In den österreichischen Bundesländern Kärnten und Niederösterreich ... mehr lesen
Stärkste Kraft in Kärnten könnten die Sozialdemokraten werden, die in Umfragen bei 31 bis 37 Prozent liegen.
Jörg Haider wurde vom Parteivorstand zum neuen bundesweiten Chef des BZÖ bestimmt.
Wien - Der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider hat 50 Tage vor den Nationalratswahlen wieder die bundespolitische Bühne betreten. mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Internationales Super-Wahljahr 2024.
Internationales Super-Wahljahr 2024.
Während die USA und andere Länder sich auf die bevorstehenden Wahlen vorbereiten, prognostiziert eine neue Studie eine Eskalation der täglichen Aktivitäten von bösartig-manipulierenden Akteuren, die von KI gesteuert werden, bis Mitte 2024. mehr lesen 
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen ... mehr lesen
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs ... mehr lesen  
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 10°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt mit Gewittern wolkig, aber kaum Regen
Basel 12°C 23°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass freundlich
St. Gallen 8°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Bern 10°C 21°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt
Luzern 10°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 11°C 24°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Lugano 12°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten