Rekordtief bei Verkehrstoten seit dem 2. Weltkrieg

publiziert: Dienstag, 24. Feb 2009 / 10:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Feb 2009 / 12:17 Uhr

Bern - Die Schweizer Strassen sind deutlich sicherer geworden. Seit dem 2. Weltkrieg gab es nie mehr so wenig Verkehrstote und Schwerverletzte wie im letzten Jahr.

Ursachen: Verbesserung der Infrastruktur und der Fahrzeugtechnik sowie die Angst, kontrolliert zu werden.
Ursachen: Verbesserung der Infrastruktur und der Fahrzeugtechnik sowie die Angst, kontrolliert zu werden.
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Die Zahl der tödlich Verunfallten nahm um 7 Prozent auf 357 ab. Zudem wurden mit 4759 erstmals weniger als 5000 Personen schwer verletzt, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung mitteilte. Damit reiht sich das Jahr 2008 ein in den Trend sinkender Verkehrsopfer in den letzten Jahrzehnten.

Grossen Anteil daran hat für die bfu die Verbesserung der Strasseninfrastruktur. «Die verkehrsberuhigenden Massnahmen haben in den letzten Jahren massgeblich zu mehr Sicherheit geführt», sagte bfu-Sprecher Rolf Moning auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Polizei präsent

Beispiele dafür seien 30er-Zonen in Wohnquartieren, die Eliminierung von gefährlichen Fussgängerstreifen oder die Sanierung von bekannten Gefahrenstellen.

Auch die Polizei spielt gemäss bfu eine wichtige Rolle beim Rückgang der Verkehrsopfer. Nicht nur kontrolliere die Polizei häufiger, auch werde dies von den Verkehrsteilnehmern vermehrt wahrgenommen. Möglich wird dies durch die sichtbaren Radaranlagen und die offensive Kommunikation der Polizeistellen.

Bessere Automobiltechnik

Einen weiteren Grund sieht die bfu in der verbesserten Fahrzeugtechnik. «Systeme, die Fahrfehler ausbügeln, werden zunehmend erschwinglich», erklärte Moning. Als Beispiel erwähnt er das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP, das durch gezieltes Bremsen einzelner Räder ein Schleudern des Fahrzeugs verhindert.

Die grössten Nutzniesser der verbesserten Sicherheit sind die Fussgänger. Kamen 2007 noch 79 Fussgänger bei Verkehrsunfällen ums Leben, waren es letztes Jahr noch 58 - ein Rückgang von 27 Prozent. Auch die Anzahl der schwerverletzten Fussgänger nahm um 20 Prozent ab.

(fest/sda)

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