Rice: «Keine Kooperation»

publiziert: Freitag, 11. Nov 2005 / 07:00 Uhr

Washington - US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat Syrien die Blockade der Ermittlungen zum Mord am libanesischen Ex-Regierungschef Rafik Hariri vorgeworfen.

Condoleezza Rice will endlich Kooperation von Syrien sehen.
Condoleezza Rice will endlich Kooperation von Syrien sehen.
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Damaskus kooperiere nicht wie vom UNO-Sicherheitsrat verlangt.

«Ich glaube nicht, dass das Kooperation darstellt», sagte Rice.

Die UNO-Resolution, in der Syrien zur Zusammenarbeit mit dem deutschen Sonderermittler Detlev Mehlis aufgefordert wurde, «hätte nicht klarer sein können in dem, was sie von den Syrern verlangt», fügte Rice hinzu.

Ermittlungen zu Ende führen

Von Syrien sei verlangt worden, zustimmend und positiv auf alles zu antworten, was Mehlis braucht, um die Ermittlungen zu Ende zu führen, sagte Rice.

Assad hatte zuvor an der Universität Damaskus vor Tausenden von Studenten eine kämpferische Rede gehalten, in der er den Ermittlern im Fall Hariri Einseitigkeit vorwarf.

Die Regierung in Beirut wies unterdessen die Angriffe Assads auf den libanesischen Regierungschef Fuad Siniora zurück.

Die Regierung drücke ihr «Erstaunen über die Äusserungen und ihre Ablehnung aus», hiess es in einer von Informationsminister Ghasi Asid nach der Kabinettssitzung verlesenen Erklärung.

«Angriff auf Libanon»

Dies sei «ein Angriff auf den libanesischen Staat, das Parlament und die Regierung». Assad hatte Siniora in seiner Rede als «Sklaven seiner Meister» bezeichnet, womit er offensichtlich auf westliche Regierungen anspielte.

Der frühere libanesische Regierungschef Hariri und 22 weitere Menschen waren am 14. Februar bei einem Sprengstoffanschlag in Beirut getötet worden.

Syrien drohen Sanktionen durch den Sicherheitsrat, wenn das Land die Zusammenarbeit mit dem internationalen Ermittlerteam verweigern sollte.

(rr/sda)

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